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Das nächste 2:2: Vor 6239 Zuschauer haben die Profifußballerinnen des FC Bayern München am Mittwochabend gegen Real Madrid einen 0:2-Rückstand aufgeholt, aber zufrieden waren Trainer Jose Barcala und sein Team nach dem 2:2 im dritten Vorrundenspiel der Champions League nicht.
Im zweiten Heimspiel dieser internationalen Gruppenphase bürdeten sich die Münchnerinnen früh einen 0:2-Rückstand auf. „Wir wurden überrumpelt von der Offensivpower“ des Gegners, kommentierte die verletzte Kapitänin Giulia Gwinn (Reha nach Bänderriss) im Pauseninterview beim ZDF angesprochen auf die Treffer von Athenea (7. Minute) und Lineth Beerensteyn per Kopfball (22.) – in beiden Fällen verteidigten die Bayern-Frauen im eigenen Strafraum viel zu zögerlich.
Wirklich beeinträchtigt haben die Gegentore das Münchner Team allerdings nicht. 57 Prozent Ballbesitz und mehr als dreimal so viele Angriffe in den ersten 45 Minuten sind die statistische Bestätigung ihrer Überlegenheit. Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch die einheimischen Fans feiern durften. Als Klara Bühl eine Ecke in den Strafraum schlug, schraubte sich Edna Imade hoch und nickte ein (31.). Eigentlich hatten die Bayern den Ausgleichstreffer schon vor der Halbzeit verdient, aber irgendwie verteidigte Real den Vorsprung bis zum Pausenpfiff der griechischen Schiedsrichterin Eleni Antoniou. In der 52. Minute war es dann soweit: Linda Dallmann scheiterte noch an der detuschen Torhüterin Merle Frohms, den Abpraller schnappte sich Momoko Tanikawa und versenkte den Ball aus 16 Metern mit einem unhaltbaren Schlenzer. Das Spiel schien nun endgültig auf die Seite der Bayern zu kippen, doch die Madrileninnen konnten die letzten 30 Minuten ausgeglichen gestalten und tauchten sogar zweimal gefährlich vor dem Tor von Ena Mahmutovic auf. Ein weiterer Treffer fiel jedoch weder auf der einen oder noch auf der anderen Seiten, weil in der Nachspielzeit ein Kopfball der eingewechselten Magdalena Eriksson über die Latte flog und ein Schuss von Sophie Proost an den Außenpfosten prallte.
Damit endete auch das zweite Königsklassen-Spiel der Bayern-Frauen im Unterhachinger Sportpark – wie im September gegen Manchester City – mit 2:2. Dadurch wird für die Münchnerinnen die vierte Qualifikation für das Viertelfinale eine knifflige Aufgabe und dürften aus den Partien in Paris, Wien und gegen den Titelverteidiger FC Barcelona mindestens sieben Punkte nötig sein. Die nächste Aufgabe stellt sich jedoch im DFB-Pokal-Achtelfinale am kommenden Sonntag gegen Bayer Leverkusen.