Zurück
Nur wenige Tage nach dem tragischen Tod von Jesús de Miguel meldet sich der Mann zu Wort, der unmittelbar an dem folgenschweren Zusammenprall beteiligt war. Jesús Owono, Torhüter des FC Andorra, veröffentlichte über seinen Verein eine persönliche Erklärung.
Der 25-Jährige zeigt sich darin tief getroffen von den Ereignissen. „Der Verlust von Jesús bereitet mir unermesslichen Schmerz“, erklärte Owono und bezeichnete die Zeit nach dem Unglück als die „schlimmsten Tage meines Lebens“.
Der Zusammenprall ereignete sich am Montag, 2. November, in der Nachspielzeit des spanischen Zweitligaspiels zwischen CD Teneriffa und dem FC Andorra. De Miguel wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht und starb dort am Dienstagmorgen im Alter von nur 30 Jahren.
Konsequenzen
Jesús de Miguel (†): Nach Todes-Foul – muss der Torwart jetzt ins Gefängnis?
Nach dem Tod von Fußballprofi Jesús de Miguel steht sein Gegenspieler Jesús Owono im Fokus der Ermittlungen. Könnte der Torwart eine Haftstrafe bekommen?
Laut übereinstimmenden Berichten hatte der Stürmer nach der Kollision schwere Verletzungen erlitten und einen Herzstillstand bekommen. Nun versucht Owono selbst, das Geschehene zu verarbeiten.
Der Keeper erklärte, dass es ihm schwerfalle, überhaupt die richtigen Worte zu finden. Seine Gedanken seien bei de Miguel, dessen Familie und allen Menschen, die ihm nahestanden. Seine Erklärung beendet er mit den Worten: „Ruhe in Frieden, Jesús.“
Parallel laufen Ermittlungen dazu, was bei der entscheidenden Spielszene genau geschah. Die spanische Nationalpolizei untersucht den Todesfall; laut Medienberichten wird dabei auch geprüft, ob strafrechtliche Konsequenzen in Betracht kommen.
Owono selbst kündigte an, sich allen offenen Fragen mit größtem Respekt zu stellen. Wie genau die Behörden den Zusammenprall am Ende bewerten werden, steht bislang jedoch nicht fest.
Auch sportrechtlich könnten für den Torhüter Folgen entstehen. Bei der Szene war Owono weit aus seinem Tor gekommen und mit de Miguel kollidiert. Welche Sanktion der spanische Fußballverband verhängen könnte, ist noch offen.
Nach dem Tod des 30-Jährigen war auch Owono selbst massiven Anfeindungen ausgesetzt. Der Torhüter deaktivierte zwischenzeitlich seinen Instagram-Account, nachdem er im Netz unter anderem als „Mörder“ beschimpft worden war.
Sein Andorra-Teamkollege Lautaro Spatz stellte sich daraufhin öffentlich hinter ihn. Er betonte, dass diejenigen, die Owono persönlich kennen, wüssten, wie sehr ihn das Geschehene mitnehme und dass er niemals absichtlich jemanden verletzen würde.
Der FC Andorra gedachte Jesús de Miguel außerdem vor einer freiwilligen Trainingseinheit mit einer Schweigeminute. Owono nahm an diesem Training nicht teil.
Für CD Teneriffa steht derweil der Abschied von seinem Spieler im Mittelpunkt. De Miguel soll am Donnerstag im Kreis seiner Familie beigesetzt werden, für Samstag ist zudem eine öffentliche Trauerfeier geplant.