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Mit dem 3:1-Erfolg im DFB-Pokal hat Eintracht Frankfurt wieder etwas Ruhe ins Umfeld bekommen. Der Auftritt der Elf von Adi Hütter war vor allem effizient, auch wenn defensiv zu viel zugelassen wurde. Der HSV hätte am Dienstagabend gut und gerne mehr als nur einen Treffer erzielen können bzw. müssen.
In der Abwehrkette fiel insbesondere Nnamdi Collins negativ auf – leider nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Der 22-Jährige startete als Rechtsverteidiger, wurde aber kurz nach Beginn der zweiten Hälfte ausgewechselt. Zuvor hatte er mächtig Glück gehabt, nicht die Gelb-Rote Karte gesehen zu haben.
"Ich hätte natürlich in der Halbzeit wechseln können, deswegen habe ich ihn auch gleich nach der Situation rausgenommen. Da haben wir Glück gehabt, dass es nicht Gelb-Rot gibt", erläuterte Adi Hütter gegenüber der Bild die Auswechslung.
Doch auch abseits der Platzverweis-Gefahr hätte die Leistung des Verteidigers eine frühe Auswechslung gerechtfertigt. Collins gewann nur zwei von neun Zweikämpfen, am Boden war es sogar nur einer von sieben. Das sind natürlich Werte, die für einen Abwehrspieler überhaupt nicht gehen.
"Er kann es besser machen. Er hat sich viel vorgenommen, ich wollte auch, dass er nach vorn mehr Druck erzeugt. Zumindest hat er es versucht. Aber dass nicht alles gelungen ist, hat man gesehen", monierte Hütter, ohne um den heißen Brei herumzureden.
Hütter wollte allerdings auch daran erinnern, dass Collins "wochenlang in der Vorbereitung gefehlt" hatte. Daher ist er "noch nicht so in Schwung, wie wir uns das wünschen". "Wir werden schauen, wie wir in Zukunft mit ihm umgehen werden."
Der letzte Satz des Trainer lässt die Schlussfolgerung zu, dass er am Wochenende – wenn es erneut gegen den HSV geht – womöglich auf Elias Baum und Keita Kosugi als Außenverteidiger-Pärchen setzen wird. Kosugi war im Pokal für Collins eingewechselt worden und gewann anschließend vier von sechs Zweikämpfen. Auch Baum hatte mit acht von 15 gewonnenen Zweikämpfen eine klar bessere Quote vorzuweisen.