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Eintracht Frankfurt verteilt die Aufgaben in der Sportführung neu. Timmo Hardung erhält mehr Verantwortung, Sebastian Rode rückt näher an die Profis.
Frankfurt – Bei Eintracht Frankfurt werden die Aufgaben in der sportlichen Führung neu verteilt. Nach dem Abschied von Markus Krösche erhält Sportdirektor Timmo Hardung deutlich mehr Verantwortung. Bei seiner bisherigen Arbeit rund um die Profimannschaft soll der 36-Jährige entlastet werden. Dabei kommt Sebastian Rode ins Spiel. Der ehemalige Kapitän bekommt eine neue Aufgabe im unmittelbaren Mannschaftsumfeld. Damit gewinnt seine Rückkehr zur SGE noch einmal an Bedeutung.
Wie der Bundesligist am Donnerstag (29. Oktober) offiziell mitteilte, werden die Zuständigkeiten im sportlichen Bereich mit sofortiger Wirkung angepasst. Hardung soll bis auf Weiteres sämtliche sportlichen Einheiten des Männerfußballs führen. Sebastian Rode wird dagegen ab dem 1. November enger in die tägliche Arbeit mit der Profimannschaft und dem Trainerteam eingebunden. Die Eintracht reagiert damit auf die Übergangsphase nach Krösches Abschied.
Hardungs Aufgabenbereich wird deutlich erweitert. Künftig fallen auch das Nachwuchsleistungszentrum und der medizinische Bereich in seine Zuständigkeit. Diese Bereiche waren vorher unmittelbar dem Sportvorstand unterstellt. Die jeweiligen Verantwortlichen sollen jetzt direkt an den Sportdirektor berichten.
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Damit übernimmt Hardung eine wichtige Rolle bei der sportlichen Organisation der Eintracht. Zu seinen Aufgaben gehört außerdem die Vorbereitung des Wintertransferfensters. Dabei arbeitet er eng mit Vorstandschef Axel Hellmann zusammen, der die Aufgaben des Sportvorstands derzeit übergangsweise wahrnimmt.
Die neuen Verantwortlichkeiten bringen aber auch eine bemerkenswerte Veränderung mit sich. In der Vereinsmitteilung heißt es: „Im Zuge der weitreichenden zusätzlichen Verantwortlichkeiten wird er bezüglich der unmittelbaren Aufgaben um die Mannschaft und das Trainerteam herum entlastet.“ Hardung soll sich künftig also stärker um die übergeordneten sportlichen Strukturen kümmern und weniger unmittelbar in den Mannschaftsalltag eingebunden sein.
Diese Entscheidung macht die neue Rolle von Sebastian Rode besonders interessant. Der frühere Eintracht-Kapitän absolviert seit September ein einjähriges Trainee-Programm bei seinem langjährigen Verein. Eigentlich soll Rode dabei verschiedene sportliche und administrative Bereiche kennenlernen und auf eine mögliche spätere Tätigkeit im Management vorbereitet werden.
Der Umbau erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Frankfurter ihre sportliche Führung neu aufstellen müssen. Nach dem Abschied von Markus Krösche steht die Suche nach einem neuen Sportvorstand weiterhin im Mittelpunkt. Zuletzt galten Joti Chatzialexiou vom 1. FC Nürnberg und Marcel Schäfer von RB Leipzig als aussichtsreiche Kandidaten. Nach Informationen von hr-sport soll Schäfer inzwischen allerdings kaum noch Chancen auf den Posten haben. (luh)