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"Nicht der Sport, den ich mag": Victor Wembanyama gibt nach katastrophalem NBA-Saisonauftakt ehrliche Erklärung ab

Victor Wembanyama wollte es dieses Jahr allen zeigen. Doch nach seiner historischen Horrorleistung gegen OKC muss der Superstar der San Antonio Spurs schon frühzeitig nach Erklärungen suchen.

Zum Auftakt der neuen NBA-Saison hatte Wemby mit den Spurs nicht nur gegen OKC verloren, sondern auch persönlich großen Anteil an der 104:116-Pleite. Erstmals in seiner Karriere vergab der Franzose seine ersten zwölf (!) Würfe aus dem Feld und konnte insgesamt nur einen Treffer bei 13 Field Goals markieren.

Die Trefferquote von mickrigen 7,7 Prozent war nicht nur ein persönlicher Negativrekord - noch nie traf ein Spieler, der in der Vorsaison noch ins All-NBA First-Team gewählt wurde ,schlechter.

"Ich muss wieder den Basketball spielen, der mir Spaß macht", zeigte sich der Center, der dank etlicher Freiwürfe insgesamt noch auf 12 Punkte kam, auf der Pressekonferenz selbstkritisch. "Das gerade ist nicht der Sport, den ich mag." Besonders Sorgen bereitet ihm dabei, dass er seit den vergangenen (und verlorenen) Finals gegen die New York Knicks nicht befreit aufspielen kann: "Ich habe eigentlich keinen Grund zu zögern und keinen Grund, nicht ich selbst zu sein. Für mich ist es normalerweise ganz einfach: Ich bin gut, wenn ich Spaß habe."

"Zu viel darüber nachgedacht": Wie Wembanyama seine Probleme erklärt

Der Spaß kam ihm in der physisch geführten Partie der beiden West-Rivalen jedoch schnell abhanden. Schon früh fand er keinen Rhythmus, was ihn langfristig beeinträchtigte: "Ich habe viele Würfe liegen lassen, die ich normalerweise nicht verfehle. Danach habe ich diese Würfe dann gar nicht mehr genommen. Vielleicht habe ich zu viel darüber nachgedacht."

Immerhin hat er eine vermeintlich einfache Lösung parat: "Ich muss jetzt loslassen. Ich muss nicht mehr machen, sondern weniger darüber nachdenken."

Oklahoma City Thunder  v San Antonio Spurs

Überall "Wemby-Stopper": OKC feiert gelungene Teamleistung

Womöglich hatte seine schwache Performance allerdings auch einen weiteren guten Grund: die wieder einmal starke Defense der Thunder. Zwar hatte Isaiah Hartenstein, der in der letzten Playoff-Serie noch als "Wemby-Stopper" gefeiert wurde, mit Foulproblemen zu kämpfen, doch sein Nachfolger Aday Mara, der für genau diese Rolle gedraftet wurde, setzte direkt eine erste Duftmarke. Der Rookie räumte Wembanyama bei einem vermeintlich sicheren Alley-Oop-Dunk noch spektakulär ab, und vollendete im direkten Gegenzug seinen eigenen Dunk-Versuch.

Aber auch die restlichen OKC-Stars machten Wembanyama das Leben schwer, darunter auch Chet Holmgren, der nach der Pleite in Game 7 heftige Kritik einstecken musste. Nach der gelungenen "kleinen Revanche" zeigte sich der Big mit Blick auf die Verteidigung gegen Wemby stolz auf sein gesamtes Team: "Ich finde, wir haben das, was uns die Trainer mitgegeben haben, hervorragend umgesetzt und es ihm nicht nur schwer gemacht, sondern als Team auch allen anderen das Leben schwer gemacht."

Tatsächlich kam auch die restliche Offense von San Antonio fernab eines Zwischensprints im dritten Viertel nie wirklich ins Rollen. Die Truppe von Head Coach Mitch Johnson traf weniger als 40 Prozent aus dem Feld und weniger als 30 Prozent von Downtown. Daher wollte Johnson auch nicht nur auf Wemby schauen: "Ich glaube, alle von uns hatten gleichermaßen zu kämpfen." Ohne den noch verletzt fehlenden Neuzugang Tobias Harris war Stephon Castle bester Scorer der Spurs. Dylan Harper kam auf 18 Zähler, De'Aaron Fox auf deren 14.

Oklahoma City Thunder  v San Antonio Spurs
Getty Images

Während Wemby Probleme hat: SGA überragt für OKC

Auf der Gegenseite zeigte sich Wembanyamas MVP-Rivale Shai Gilgeous-Alexander schon wieder in Bestform und legte 32 Zähler auf. Unterstützung erhielt er von Ersatzspieler Jared McCain, der von der Bank aus ein richtig heißes Händchen hatte (20, 7/9 FG, 6/8 3FG).

Nach dem umkämpften Auftaktmatch wartet auf die beiden Titelfavoriten schon zeitnah die jeweils nächste schwere Aufgabe. OKC trifft in der Nacht auf Freitag auf die Denver Nuggets, während die Spurs es in der Nacht auf Samstag mit den Houston Rocket zu tun bekommen.

NBA-Auftakt: Die Ergebnisse auf einen Blick

Detroit Pistons

Boston Celtics

121:113

New York Knicks

100:106

San Antonio Spurs

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