Zurück
Stürmerstar Hee-chan Hwang hat sich beim überraschenden Aus des FC Schalke 04 in der 2. Runde des DFB-Pokals bei Zweitligist Dynamo Dresden einen Schubser gegen den eigenen Physiotherapeuten geleistet.
Was war passiert? Gegen Ende der ersten Halbzeit ging Hwang nach einem Laufduell mit Dynamo-Verteidiger Friedrich Müller zu Boden und hätte sich gewünscht, dass Schiedsrichter Wolfgang Haslberger auf Foul entscheidet.
Der Pfiff blieb allerdings aus, was Schalkes Angreifer in Rage brachte. Dazu musste er kurz außerhalb des Platzes behandelt werden, wollte danach möglichst schnell wieder auf den Rasen. Ungeduldig schubste Hwang dabei dann zunächst den Vierten Offiziellen und dann eben auch einen Physio von S04 zur Seite. Letzterer wollte den Südkoreaner eigentlich nur besänftigen.
"Die Aktion von Hwang habe ich gesehen, sie hat mir nicht gefallen. Das werden wir besprechen", betonte Schalkes Trainer Miron Muslic nach der Partie, dass er aufgrund des Vorfalls Klärungsbedarf sieht. Er stellte dabei aber auch klar, dass sich Hwang seiner Meinung nach zurecht über den ausbleibenden Pfiff des Unparteiischen aufregte: "Ich glaube, es war ein klares Foul", sagte er.
Die Knappen hatten Hwang kurz vor dem Ende des abgelaufenen Sommertransferfensters verpflichtet und für ein Jahr von den Wolverhampton Wanderers ausgeliehen. Überzeugen konnte der 30-Jährige auf Schalke bislang noch nicht, nach wettbewerbsübergreifend sechs Einsätzen steht lediglich ein Assist zu Buche. In Dresden hatte der südkoreanische Nationalspieler, der in Deutschland zuvor schon für den Hamburger SV (2018/19) und RB Leipzig (2020/21) spielte, zum zweiten Mal in Folge in der Startelf gestanden.
Für S04 war das 0:2 beim Zweitliga-15. der nächste Rückschlag in einer schwierigen Phase. Seit Mitte September ist der Bundesliga-Aufsteiger sieglos, ohnehin war das 3:1 bei Union Berlin seinerzeit der bis dato einzige Dreier dieser Saison. Aus den vergangenen fünf Partien gab es für Schalke nun drei Niederlagen und zwei Unentschieden, in der Liga steht man auf Relegationsplatz 16.
Zudem ist S04 seit dem 3:1 bei Union in fünf Pflichtspielen gerade mal ein einziges Tor gelungen. "Ich muss die Stürmer in Schutz nehmen. Wir müssen das als Mannschaft besser vorbereiten", sagte Muslic. Die Mannschaft müsse in die Situation kommen, dass die Angreifer "auch Chancen liegen lassen. Dann weiß ich genau, dass wir im Spiel sind", so der 44-Jährige.
Gelegenheit, es besser zu machen, hat Schalke am Samstag, wenn am 8. Spieltag der Bundesliga RB Leipzig in Gelsenkirchen zu Gast ist. Acht Tage später gastiert S04 bei der TSG Hoffenheim, ehe die nächste Länderspielpause ansteht.