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Maja Chwalinska ist offensichtlich die Frau für die grossen Momente und Überraschungen. In Paris hatte sie - damals noch ausserhalb der Top 100 klassiert - alle verblüfft, und war erst im Final der Russin Mirra Andrejewa unterlegen. In Wuhan gelang der 25-Jährigen aus der Nähe von Krakau der ganz grosse Coup. Im Duell zweiter Überraschungsfinalistinnen rang sie die Britin Sonay Kartal (WTA 170) 2:6, 6:4, 6:2 nieder. Kartal hatte in der 2. Runde Belinda Bencic ausgebootet.
Mit etwas Verspätung stellte Chwalinska unter Beweis, dass der Erfolg in Paris keine Eintagsfliege war. In Wuhan bezwang die Linkshänderin unter anderen im Achtelfinal die Weltranglistenelfte Iva Jovic aus den USA und im Halbfinal ihre Landsfrau Iga Swiatek (WTA 9).
Für Chwalinska war es der zweite WTA-Final nach dem French Open. Bislang hatte sie vor allem bei Challenger-Turnieren geglänzt und drei Titel gewonnen, darunter vor einem Jahr in Montreux.
Im Final wendete sie das Blatt gegen Sonay Kartal nach einem 2:6, 0:2-Rückstand und der Abwehr von zwei Breakbällen zum 0:3. Chwalinska erwies sich in den entscheidenden Momenten als deutlich entschlossener als ihre Gegnerin. Im zweiten Satz erzwang die Polin das entscheidende Break zum 5:4, im dritten gab sie ihren Aufschlag nicht mehr ab und gewann die letzten fünf Games.
Vor der French Open Ende Mai belegte Chwalinska noch Platz 114 der Weltrangliste, am Montag wird sie auf Position 11 erscheinen.
Sonay Kartal wird ihrerseits im WTA-Ranking um 120 Plätze auf Rang 50 vorrücken und damit sehr nahe an ihre bisherige Bestplatzierung von Rang 44 herankommen. Sie spielte in Wuhan ihr zweites Turnier seit ihrer Rückkehr in den Wettkampfbetrieb nach einer sechsmonatigen Zwangspause wegen eines Ermüdungsbruchs im Rücken.