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Routinier Krauße stärkt OFC-Youngster Abdelhadi: „Wir nehmen ihn in den Arm“
16.10.2026, xrekx, Fussball Regionalliga Suedwest, SV Sandhausen - Kickers Offenbach v.l. 1:0 Mark Zimmermann Trainer (Kickers Offenbach) enttaeuscht, enttäuscht, schaut enttaeuscht, niedergeschlagen, disappointed
„Es ist schwer zu akzeptieren“: OFC-Trainer Mark Zimmermann ist nach dem 0:1 in Sandhausen enttäuscht. © Ralf Brueck/Jan Hübner

Der 20-jährige Aziz Abdelhadi glänzte mit einer Grätsche – und verschuldete kurz darauf das 0:1-Gegentor. Krauße verspricht dem Youngster Rückhalt und bleibt nach viertem sieglosen Spiel in Folge ruhig.

Offenbach – Robin Krauße war an der ehemaligen Wirkungsstätte ein gefragter Gesprächspartner. Immer wieder schüttelte der 32-Jährige nach dem 0:1 des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach beim SV Sandhausen am Freitag Hände von Weggefährten. Dass er ihnen zum Sieg gratulieren musste, wurmte den Mittelfeldspieler. „Das Spiel musst und darfst du nicht verlieren“, meinte er nach einer Partie, in der der OFC in Halbzeit eins das letztlich entscheidende Gegentor selbst verschuldete und in der deutlich aktiveren zweiten Hälfte nicht den Ausgleich schaffte: „Wir belohnen uns einfach nicht, das geht uns ein bisschen ab“, sagte Krauße mit Blick auf Großchancen durch Jayson Breitenbach (50.), Benedikt von Hagen (51.), Maximilian Wolfram (73.) und Onur Ünlücifci (78.).

14.08.2026, xjhx, Fussball Regionalliga Suedwest, SSV Ulm 1846 - Kickers Offenbach v.l.  Mohamadaziz Abdelhadi (Offenbacher Kickers)
Erst bärenstark, dann unglücklich: Aziz Abdelhadi. © Jan Huebner/Jan Hübner

Nach dem vierten Spiel in Folge ohne Sieg sieht Krauße keinen Anlass, alles in Frage zu stellen: „Wenn jemand gesagt hätte, wir hätten nach zwölf Spielen 20 Punkte, hätte jeder gemeint: alles gut.“ Der Routinier bleibt ruhig: „Es ist ein Prozess mit einer neuen Mannschaft, da gibt es auch mal eine Delle. Aber ich mache mir keine Sorgen. Wenn wir weiter so hart arbeiten, stoßen wir schon bald den Bock um.“

Auch sein Trainer hatte „ein über weite Strecken gutes Auswärtsspiel“ seiner Mannschaft gesehen: „Es fehlt nicht viel zu dem, wie wir am Anfang gespielt haben.“ Das Entscheidende sei, dass die Fehler, die passieren, „zu krass“ seien. Exemplarisch dafür stehen drei Szenen: Fast immer hatte der überragende Mert Tasdelen, im Sommer vom Drittliga-Aufsteiger SG Sonnenhof Großaspach nach Sandhausen gekommen, seine Füße im Spiel. In der 18. Minute entwischte er beim Konter dem indisponierten Jayson Breitenbach, der sich den Ball mit dem Kopf vorgelegt, aber Tasdelens Geschwindigkeit unterschätzt hatte. Aziz Abdelhadi sprintete aber heran und klärte mit einer herausragenden Grätsche.

Der 20-Jährige war für Bastian Frölich rechts hinten in die Startelf gerückt. Zimmermann erklärte das auch damit, dass Abdelhadi vor seiner Verletzung „eine absolute Konstante“ gewesen sei und von der Geschwindigkeit besser zu Tasdelen gepasst habe. Abdelhadi erlebte eine krasse Gefühlsachterbahn: von bärenstark wie bei seiner Grätsche bis maximal unglücklich beim Gegentor. Nach einem einstudierten Freistoß aus der eigenen Hälfte von Marco Kehl-Gomez stand der OFC-Youngster falsch, Tasdelen schloss per Schlenzer zum 1:0 ab (43.). Kurz nach der Pause verschätzte sich Abdelhadi erneut gegen Tasdelen, der auf Arianit Ferati ablegte, der zweimal am überragend reagierenden Johannes Brinkies scheiterte (47.). In der 61. Minute kam Frölich für Abdelhadi. „Das war kein gutes Stellungsspiel. Er muss auf dem Boden bleiben, um Geschwindigkeit zu haben“, erklärte Zimmermann: „Aber Fehler passieren, das wird ihn weiterbringen.“ Das gilt fürs gesamte Team, das beim Gegentor schlecht aussah.

Auch Krauße stärkte Abdelhadi: „Fußball ist ein Fehlerspiel. Wir werden ihn in den Arm nehmen, bauen ihn auf. Ich bin mir sicher, dass er da stärker rauskommt.“ Denn insgesamt sei der 20-Jährige eine positive Erscheinung der ersten zwölf Spieltage: „Ich habe das Gefühl, dass er schon ewig bei uns ist. Für sein Alter macht er es sehr gut.“ Aber aktuell unterlaufen auch Abdelhadi zu viele Fehler, die „sofort bestraft werden“, so Zimmermann: „Das ist unbefriedigend und schwer zu akzeptieren.“ Aber Realität im Herbst 2026, in dem der OFC am Freitag (19 Uhr) gegen Spitzenreiter SGV Heilbronn-Freiberg auf das nächste formstarke Team trifft.

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