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Alexander Zverev könnte mit nur zwei Turniersiegen in einem Jahr die Nummer eins werden – und damit einen Rekord aufstellen. (Archivbild) © Getty Images/Shi Tang
Alexander Zverev steht vor dem Sprung an die Spitze der Weltrangliste. Doch ausgerechnet auf dem Weg dorthin könnte der Hamburger eine historisch einmalige Negativmarke setzen.
Die Saison 2026 gehört ohne Frage Alexander Zverev : Bei den French Open in Paris krönte sich der 29-Jährige erstmals zum Grand-Slam-Champion, wenige Monate später legte er bei den US Open in New York nach. Zwei Major-Titel in einem Jahr – eine beeindruckende Bilanz. Doch abseits der ganz großen Bühne blieb der Hamburger ohne weiteren Turniersieg. In Wimbledon und beim Masters in Madrid stand er zwar jeweils im Finale, musste sich dort aber geschlagen geben.
Da Konkurrent Jannik Sinner seine Spielzeit wegen einer Knieverletzung vorzeitig beenden musste und auch Carlos Alcaraz deutlich weniger Turniere bestreiten konnte, rückt Zverev der Spitzenposition im ATP-Ranking unaufhaltsam näher. Aktuell steht der Deutsche bei 10.070 Zählern, während Sinner mit 10.950 Punkten zwar noch vorne liegt, aber aufgrund einer Verletzung keine weiteren mehr sammeln wird.
Sollte Zverev das Jahr tatsächlich als Nummer eins abschließen und dabei bei lediglich zwei Turniersiegen verbleiben, würde er einen kuriosen Rekord knacken: Kein Spieler, der jemals am Ende eines Jahres auf Platz eins der Weltrangliste stand, gewann auf dem Weg dorthin so wenige Titel.
Die bisherige Minimalmarke liegt bei vier Saisonsiegen – aufgestellt von Roger Federer (2009), Rafael Nadal (2019), Novak Djokovic (2018 und 2020) sowie Pete Sampras (1998).
Ob in den verbleibenden Wochen noch ein weiterer Zverev-Titel hinzukommt, bleibt fraglich. Nach seinem Halbfinal-Aus beim Masters in Shanghai räumte Zverev ein: "Ich bin kein Roboter, sondern auch nur ein Mensch. Ich werde müde, so einfach ist das." Das 500er-Turnier in Wien dürfte er nun auslassen. "Eine Pause ist jetzt dringend notwendig", betonte der Olympiasieger von 2021. Das Masters in Paris sowie die ATP Finals in Turin stehen allerdings weiterhin auf seinem Programm. (red)