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Zwei Tore hat Lennart Karl erzielt, seit Uli Hoeneß den Bayern-Youngster Lennart Karl öffentlich zu mehr Demut aufgefordert hatte. Für den Ehrenpräsidenten des FC Bayern ist das offenbar kein Zufall. Im BR-"Sonntags-Stammtisch" stellte Hoeneß mit einem Augenzwinkern einen Zusammenhang zwischen seiner Kritik und den jüngsten Leistungen des 18-Jährigen her.
"An 50 Prozent seiner Tore bin ich mitbeteiligt", sagte Hoeneß mit einem Schmunzeln, zugleich aber mit einer klaren Botschaft. Der langjährige Bayern-Macher sieht sich weiterhin in der Verantwortung, junge Talente auf ihrem Weg in den Profifußball zu begleiten.
"Wir sind verpflichtet, den jungen Spielern den Weg mitzugeben", erklärte der 74-Jährige. Seine jahrzehntelange Erfahrung müsse an die nächste Generation weitergegeben werden. Dabei erwartet Hoeneß auch, dass junge Spieler die Ratschläge erfahrener Persönlichkeiten annehmen. "Ich habe so viel Erfahrung. Aber wenn ein junger Spieler nicht auf mich hört, dann muss ich aufhören."
Besonders kritisch äußerte sich Hoeneß zum Einfluss sozialer Medien. "Social Media ist das größte Problem", sagte er. Dieses "Influencerzeugs" bezeichnete der Bayern-Ehrenpräsident als "Schweinwelt". Vor allem junge Spieler könnten durch die ständige Aufmerksamkeit und die Inszenierung in sozialen Netzwerken schnell den Blick für das Wesentliche verlieren. Während ein erfahrener Profi wie Harry Kane mit solchen Einflüssen umgehen könne, sei das bei einem 18-Jährigen nicht selbstverständlich.
Deshalb sieht Hoeneß den FC Bayern in der Pflicht, seinen Nachwuchsspielern Orientierung zu geben und sie vor übermäßigen Einflüssen von außen zu schützen.
"Da muss ich etwas machen", sagte Hoeneß mit Blick auf Talente wie Lennart Karl. "Da sehe ich mich auch in der Verantwortung, etwas zu sagen."