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Gold für Frankreich: Felix Lebrun ist Europameister

Der Titelfavorit hat sich durchgesetzt: Felix Lebrun ist neuer Tischtennis-Europameister. Der 20-jährige Franzose setzte sich im Finale der Europameisterschaften in Ljubljana mit 4:3 gegen den Schweden Anton Källberg durch und sicherte sich damit nach Gold im Doppel seinen zweiten Titel des Turniers.

Felix Lebrun aus Frankreich ist der neue Europameister. (©ETTU)
Felix Lebrun aus Frankreich ist der neue Europameister. (©ETTU)

Was für ein Abschluss der Tischtennis-Europameisterschaften in Ljubljana: In einem packenden Finale lieferten sich Felix Lebrun und Anton Källberg über sieben Sätze hinweg einen offenen Schlagabtausch – mit dem besseren Ende für Lebrun, der sich nun Europameister nennen darf. Damit bleibt der Titel in der Familie: 2024 hatte sich bereits sein älterer Bruder Alexis Lebrun im Finale gegen den Deutschen Benedikt Duda durchgesetzt.

Für Lebrun ist es bereits die zweite Goldmedaille bei diesen Europameisterschaften. Erst am Samstag hatte der Franzose gemeinsam mit seinem Bruder Alexis den Titel im Herren-Doppel verteidigt. Im Finale besiegten die beiden das schwedische Duo Anton Källberg und Kristian Karlsson mit 3:2. Damit standen sich Lebrun und Källberg innerhalb von zwei Tagen gleich zweimal in einem EM-Endspiel gegenüber.

Auch im Einzel hatten beide Finalisten zuvor ein beeindruckendes Turnier gezeigt. Lebrun, der als topgesetzter Spieler ins Rennen gegangen war und aktuell die Nummer zwei der Welt ist, bezwang auf seinem Weg ins Finale unter anderem den Deutschen Patrick Franziska deutlich mit 4:0, ehe er im Halbfinale auch seinen französischen Nationalmannschaftskollegen Leo De Nodrest ausschaltete. Düsseldorfer Anton Källberg setzte sich im Halbfinale mit 4:2 gegen den Deutschen Dang Qiu durch, der sich damit die Bronzemedaille sicherte.

Lebrun dreht die Partie nach 2:3-Rückstand

Trotz der Favoritenrolle Lebruns entwickelte sich zwischen den beiden Finalisten von Beginn an ein ausgeglichenes Duell. Den besseren Start erwischte zunächst Källberg, der sich den ersten Durchgang mit 11:7 sicherte. Lebrun ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und drehte die Partie mit zwei knappen Satzgewinnen (11:9, 13:11) zu einer 2:1-Führung.

Doch auch im weiteren Verlauf schenkten sich die beiden Kontrahenten nichts. Källberg glich mit einem 11:8 im vierten Durchgang aus und ging anschließend mit einem 11:9 sogar mit 3:2 nach Sätzen in Führung. Damit fehlte dem Schweden nur noch ein Satz zu seinem ersten Einzel-Europameistertitel.

Lebrun bewahrte jedoch Ruhe und kämpfte sich zurück ins Spiel. Mit einem 11:6 im sechsten Durchgang erzwang der Franzose den Entscheidungssatz – und stellte auf beeindruckende Weise seine ganze Klasse unter Beweis. Während sich die Spieler in den Sätzen zuvor über weite Strecken auf Augenhöhe begegneten, ließ Lebrun dem Schweden im siebten Satz keine Chancen mehr. Mit einem deutlichen 11:1 entschied der 20-Jährige den finalen Durchgang für sich und krönte sich erstmals in seiner jungen Karriere zum Einzel-Europameister.

Gemeinsam mit seinem Bruder Alexis hatte er bereits 2024 in Linz Gold im Herren-Doppel gewonnen. Zwei Jahre zuvor sicherten sich die Brüder bei den Europameisterschaften in München die Bronzemedaille im Doppel. Auch bei den Weltmeisterschaften 2025 in Doha standen die beiden gemeinsam auf dem dritten Platz.

Die Spiele vom Sonntag im Überblick:

Herren-Einzel:

Halbfinale:
Dang Qiu GER – Anton Källberg SWE 2:4 (-9,9,9,-8,-5,-4)
Felix Lebrun FRA – Leo De Nodrest FRA 4:2 (-6,8,-5,7,8,12)

Finale:
Felix Lebrun FRA
– Anton Källberg SWE 4:3 (-7,9,11,-8,-9,6,1)

Damen-Einzel:

Halbfinale:
Annett Kaufmann GER – Nina Mittelham GER 4:3 (5,7,-9,-2,-4,4,4)
Prithika Pavade FRA – Elizabet Abraamian ETTU2 3:4 (8,-5,7,-8,8,-10,-11)

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