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Der sechsfache Waidhofener Le-Mans-Sieger Richard Lietz ist im GT-Titelrennen bei der Langstrecken-WM nach dem Triumph in Barcelona wieder voll dabei. Beim Finale in Monza muss der 42-Jährige allerdings auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen – ein letztes Mal?
Nach zwei Nullern hatten sie den GT-Titel in der Langstrecken-WM WEC eigentlich schon abgeschrieben, doch in Barcelona fuhr Richard Lietz mit seinen Kollegen Riccardo Pera und Yasser Shahin zum ersten Saisonsieg – und plötzlich steht die Türe wieder offen. Bevor sich eine andere vielleicht schließt…
„In Japan hatten wir einen Dreher, in Austin gab es eine Berührung“, hat der Waidhofner schnell eine Erklärung für die beiden Nuller parat, „dabei wussten wir: Wenn das Auto hält und wir gut zurückkommen, haben wir eine Chance.“ Die folgte in Barcelona, das dem Manthey-Porsche gut liegt. „Die Strecke ist anspruchsvoll für die Reifen. Und je mehr Abrieb, desto besser für uns.“
Geradezu optimal. „Selten, dass es so perfekt läuft. Wir waren nervöser als wenn es schlecht läuft, weil wir das nicht mehr gewohnt waren.“ Nun fehlen vor dem Finale in Monza 18 Punkte auf das TF-Team in der Corvette. „Die anderen müssen ausfallen, wir Zweite werden“, rechnet Lietz.
Dem sechsfachen Le-Mans-Sieger würde der Gesamtsieg schmecken. Noch ist offen, ob sein Porsche-Vertrag verlängert wird. „Mit dem Titel aufzuhören, wäre schön. Aber eigentlich will ich mich nicht damit beschäftigen, fahre noch immer gerne Rennen.“