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Der TuS Holzkirchen unterliegt dem TSV Dorfen in einer chaotischen Partie. Trainer Akkurt hadert mit dem Schiedsrichter – und muss künftig auf gesperrte Spieler verzichten.
Holzkirchen – Eine vogelwilde Partie sahen die Zuschauer zwischen dem TSV Dorfen und dem TuS Holzkirchen. Allein der Blick auf die Zahlen verrät einen äußerst ungewöhnlichen Spielverlauf: Nicht nur fielen insgesamt sieben Treffer, auch die Entscheidungen von Schiedsrichter Lucas Jerlich sorgten auf beiden Seiten für Unmut: Dreimal zeigte er für den TSV Dorfen auf den Elfmeterpunkt und verwies insgesamt vier Akteure vom Feld. „Es war eigentlich ein Spiel auf hohem Niveau“, sagt TuS-Coach Orhan Akkurt.
TuS: Titov – Hofinger (82. Jahn), Gritschneder (65. Özgül), Krepek, Bauer – Eckl, Diep, Mitterer – Bebber (52. Albrecht), Feldbrach, Woudstra.
Tore: 0:1 Woudstra (2.), 1:1 Thalmaier (4./Elmf.), 1:2 Hofinger (49.), 2:2 Thalmaier (55./Elfm.), 3:2 Thalmaier (69./Elmf.), 4:2 Mittermaier (85.), 4:3 Özgül (90.+1.).
Gelbe Karten: Linner, Eberle – Mitterer, Eckl.
Gelb-Rote Karte: Titov (TuS/50./wiederholtes Foul).
Rote Karte: Thalmaier (TSV/73./Foul), Friemer (TSV/90.+4./) – Mitterer (TuS/90.+7./Tätlichkeit).
Schiedsrichter: Lucas Jerlich.
Zuschauer: 134.
Für die Eskalation im weiteren Spielverlauf sieht der sichtlich verärgerte Holzkirchner Trainer vor allem den Unparteiischen in der Verantwortung: „Dass es am Ende so hitzig wurde, sind hausgemachte Probleme durch bestimmte Entscheidungen, zu denen ich mich nicht weiter äußern möchte.“
Dabei gelang den TuS-Kickern ein Traumstart: Bereits nach zwei Minuten spielte Stefan Hofinger den Ball nach einer sehenswerten Kombination quer auf Jordi Woudstra, der ihn nur noch einschieben musste. Kurz darauf kam es zum ersten großen Eingriff in das Spielgeschehen: Während ein aus TuS-Sicht klares Foul an Mittelfeldmann Emil Mitterer im Vorfeld ungeahndet blieb, entschied der Unparteiische beim regelwidrigen Eingreifen von TuS-Keeper Oleksandr Titov auf Strafstoß – und zeigte ihm zudem die Gelbe Karte. So ging es mit einem 1:1-Remis in die Kabinen.
Der zweite Durchgang war eine Kopie des ersten: Die Gäste kamen erneut besser aus der Kabine, gingen in Führung und mussten abermals einen Elfmeter gegen sich hinnehmen. Anders als im ersten Abschnitt kritisiert Akkurt aber das Abwehrverhalten seiner Elf: „Es kann nicht sein, dass der Spieler alleine auf das Tor läuft.“ Doch der Pfiff hatte weitreichendere Folgen: Neben dem sicheren Gegentor zeigte der Schiedsrichter Torwart Titov obendrein die Gelb-Rote Karte.
Ein weiterer Elfmeter drehte die furiose Partie völlig auf den Kopf. Kurz darauf flog TSV-Stürmer Gerhard Thalmaier, der zuvor alle drei Dorfener Elfmeter versenkt hatte, nach einer unübersichtlichen Situation vom Platz. „Er gab einem Spieler, der versucht, ein Tor zu schießen, die Rote Karte“, versteht Akkurt den Unmut der Hausherren.
Mit 4:2 galt die Partie in der 85. Minute schon als entschieden, ehe der eingewechselte TuS-Stürmer Alpay Özgül in der Nachspielzeit noch einmal verkürzte. Am Ergebnis änderte sich nichts mehr, dennoch war die nervenaufreibende Partie noch nicht auserzählt. Ein weiterer Platzverweis für beide Seiten setzte den Schlusspunkt. „Wenn man vier Tore auf diese Art und Weise kassiert, nimmt man am Ende keine drei Punkte mit – obwohl die sicherlich drin gewesen wären“, resümiert Akkurt.
In den nächsten Duellen muss der Trainer auf zwei gesperrte Spieler und den verletzten Elias Schnier verzichten. „Wir haben seit dem Beginn der Saison die Seuche. Das zieht sich durch wie ein roter Faden.“