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Der TSV Schliersee gewinnt das Topspiel gegen den SV Miesbach II mit 2:1 – beide Treffer fallen per Strafstoß. Miesbachs Trainer nennt den ersten Elfmeter „glasklar falsch".
Landkreis – Auch im siebten Gemeindederby in Serie ist der SV Warngau als Sieger vom Platz gegangen. Der TuS Holzkirchen II und der SC Wörnsmühl taten sich bei den beiden Tabellenletzten ungewöhnlich schwer, während der TSV Schliersee seine Durststrecke gegen den SV Miesbach II beendete.
SV Warngau – SC Wall 4:0 (1:0)
Tore: 1:0 L. Gerr (45.), 2:0 Stadler (59.), 3:0 L. Gerr (63.), 4:0 Bangoura (90.).
Der SV Warngau entschied das Gemeindederby gegen den SC Wall deutlich für sich. „Der Gegner hat gekämpft, aber wir haben durch eine kompakte Mannschaftsleistung verdient gewonnen“, sagt SV-Trainer Daniel Mayer. Dabei entwickelte sich zunächst ein kampfbetontes und eher schwaches A-Klassen-Spiel mit wenigen Chancen. Doch mit der Führung zum Pausenpfiff platzte der Knoten bei den Hausherren. Fortan dominierten die Warngauer und entschieden durch einen Doppelschlag nach einer guten Stunde die Partie.
„Es war, als hätte zur Halbzeit jemand den Stecker gezogen“, hadert SC-Trainer Ethem Perovic. „Dann waren wir nicht mehr präsent genug und immer einen Schritt hinterher.“ Die Niederlage sei am Ende des Tages auch in der Höhe verdient gewesen. „Die Warngauer waren einen Tick cleverer.“
SG Tegernseer Tal – SC Wörnsmühl 1:2 (1:2)
Tore: 0:1/0:2 Schoner (11./44.), 1:2 Aleksjew (45.).
Gelb-Rote Karte: Jaud (SGT/83.).
Auf schwer bespielbarem Untergrund in Gmund biss sich der SC Wörnsmühl über weite Strecken gegen den Tabellenvorletzten aus dem Tegernseer Tal die Zähne aus. „Es war ein dreckiger Sieg“, sagt SC-Sprecher Marc Doll. „Wir haben es unnötig spannend gemacht.“
Aus einer soliden defensiven Grundordnung kreierten die Wörnsmühler in der ersten Hälfte einige aussichtsreiche Möglichkeiten. Diese blieben jedoch zu häufig ungenutzt. Einzig der überragende Kaspar Schoner schnürte seinen Doppelpack. Doch mit dem Pausenpfiff gelang auch den Hausherren der Anschlusstreffer. Nach Wiederanpfiff entwickelte sich jedoch ein eher schwaches Spiel mit dem glücklicheren Ende für den SC Wörnsmühl, der sich ohne großen Ruhm die verdienten drei Punkte sicherte.
SV Miesbach II – TSV Schliersee 1:2 (1:0)
Tore: 1:0 Waizmann (2.), 1:1 Dabic (69./Elfm.), 1:2 Haringer (88./Elfm.)
Zwei Elfmeter entschieden das Topspiel zwischen der Miesbacher Bezirksligareserve und dem TSV Schliersee. „Es war ein sehr enges Spiel, das in beide Richtungen hätte kippen können“, erklärt TSV-Sprecher Patrick Quinz. Dabei erwischten die Kreisstädter den besseren Start und setzten nach nur zwei Minuten den Startschuss. Auch im Folgenden kontrollierten die Hausherren die Partie, ehe der TSV kurz vor der Pause auf den Ausgleich drängte. Im zweiten Abschnitt entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Michael Dabic traf mit einem zweifelhaften Strafstoß zum Ausgleich für den TSV. „Das war glasklar kein Elfmeter, da unser Torwart als Erster am Ball war“, hadert SV-Coach Markus Weinbacher. Durch einen weiteren, aber dieses Mal indiskutablen Foulelfmeter, drehten die Schlierseer kurz vor Schluss die Partie. „Wir haben in der zweiten Hälfte eine starke Moral bewiesen und uns die drei Punkte am Ende hart erarbeitet“, sagt Quinz.
TSV Irschenberg – TuS Holzkirchen II 0:3 (0:1)
Tore: 0:1 Isufi (12.), 0:2 Rasi (49./Elfm.), 0:3 Hegyesi (60.).
Wenn der Tabellenerste gegen den Letzten spielt, ist in der Regel ein deutlicher Sieg des Favoriten zu erwarten. Zwar spricht der 0:3-Endstand zwischen dem TSV Irschenberg und dem TuS Holzkirchen eine deutliche Sprache, doch das Ergebnis trübt über das Spielgeschehen hinweg. „Irschenberg steht völlig zu Unrecht da unten, weil sie eine geschlossene Mannschaft sind, die gut kämpft“, erklärt TuS-Trainer Michael Scherer.
Nach der frühen Holzkirchner Führung entwickelte sich ein eher zerfahrenes Spiel, das vorwiegend im Kampf um den Ball im Mittelfeld stattfand. Der TSV nutzte einige hochkarätige Chancen nicht, sodass es mit einem schmeichelhaften 0:1 in die Pause ging. „Wir stehen hinten drin, und keiner weiß, warum. Wir waren mit gutem Fußball auf Augenhöhe“, hadert TSV-Coach Thomas Gschwendtner. Zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, kurz nach der Pause, entschied ein berechtigter Handelfmeter die Partie. Scherer: „Über 90 Minuten war Irschenberg keine drei Tore schlechter.“