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Der FC Blau-Weiß Linz drehte in der 9. Runde der ADMIRAL 2. Liga eine turbulente Partie gegen den FC Liefering und siegte im eigenen Hofmann Personal Stadion mit 4:1. Nach Führung für die Jungbullen kamen die Linzer zurück und feierten dank der Treffer von Vucic (37.), Ronivaldo (60.), Mayer (75.) und Strauss (90.+4) einen wichtigen und verdienten Heimsieg.
Das Spiel startete munter und beide Teams waren um Offensivmomente bemüht. Die Linzer klopften in den Anfangsminuten das erste Mal in Person von Stürmer Vucic an. Der Abschluss nach sieben Minuten ging allerdings klar über das Tor. Keine fünf Minuten später meldeten sich auch die Lieferinger erstmals in der Partie an. Eine gute Kombination fand Matjasec, der das Spielgerät aber nicht verarbeiten konnte - die Chance verpuffte. In Spielminute zwölf kam Kreiker auf der anderen Seite zum Abschluss, doch Liefering-Keeper Sarcevic konnte parieren. Nach chancenreichen zwanzig Minuten stand bei beiden Teams die Null.
Nach 26 absolvierten Minuten war es soweit. Der 19-Jährige Lassina Traore vollendete einen Liefering-Angriff über links und schob das Spielgerät trocken an Tormann Giuliani vorbei. Er traf damit zum zweiten Mal in der laufenden Saison und belohnte die Jungbullen für einen bis dato mutigen Auftritt in Linz. In weiterer Folge war die Köllner-Elf um eine direkte Antwort bemüht. Chancen von Mayer (31.) und Maranda (34.) fanden allerdings nicht den Weg ins Tor.
In Minute 37 konnte dann auch Blau-Weiß-Trainer Michael Köllner jubeln. Liefering-Keeper Sarcevic misslang ein Abwurf und er traf dabei Teamkollege Pokorny. Anschließend fiel der Ball Stürmer-Vucic vor die Füße, der nur mehr einschieben musste. Mit einem Slapstick-Tor schadeten sich die Jungbullen selbst - Blau-Weiß glich verdient aus. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde es in der oberösterreichischen Landeshauptstadt nochmal laut. Erik Weinhauer kam im Sechzehner zu einem Abschluss und versenkte die Kugel im Tor, doch Schiedsrichter Barmaksiz winkte ab - Abseits.
Damit endete eine turbulente aber attraktive erste Hälfte mit 1:1. Nach der frühen Führung der Lieferinger konnten die Linzer ausgleichen. In Summe war das verdient, denn Blau-Weiß war über 45 Minuten gesehen die definitiv gefährlichere Mannschaft.
Die zweite Hälfte begann mit zwei Änderungen. Liefering-Coach Danny Galm wechselte doppelt: Für Matijasevic und Kosakiwiec kamen Moser und Silva de Souza. Blau-Weiß Trainer Michael Köllner nahm keine Änderungen vor. Die ersten Minuten des zweiten Spielabschnitts gestalteten sich ein wenig ruhiger, wobei die Jungbullen mehr Ballbesitz hatten und um Kontrolle bemüht waren. Ein geblockter Abschluss von Matjasec (53.) außerhalb des Sechzehners war dabei das Gefährlichste.
Keine zwei Minuten war Stürmer Ronivaldo am Platz, da klingelte es im Kasten der Lieferinger (60.). Nach einem weiten Abschlag von Keeper Giuliani verlängerte der 37-Jährige per Kopf zu Vucic. Dieser spielte die Kugel erneut zurück zum Routinier, der wie gewohnt trocken den Ball im langen Eck versenkte und die gut 5.000 Zuschauer zum jubeln brachte.
Damit waren die Jungbullen nun wieder gefordert, offensiv aktiver zu werden. Dies gelang auch in Person von Masching, der nach einem Corner per Kopf den Ball auf die Querlatte legte. Nur wenige Momente später schwächten sich die Lieferinger allerdings selbst: Der erst kürzlich eingewechselte Gurdzinskas schaffte das Kunststück, zweimal Gelb binnen einer Minute zu kassieren und musste damit vom Feld (70.).
In weiterer Folge blieb die Galm-Elf dennoch aktiv und kam weiter zu guten Möglichkeiten. Wieder war es ein Standard - wieder war es Maschinger, der per Kopf abschloss. Blau-Weiß-Schlussmann Giuliani hatte aber keine Probleme und parierte den Ball. Praktisch im Gegenzug fiel die Entscheidung. Nach einer Frieser-Flanke von rechts vollendet Mayer per Kopf (75.). Tormann Sarcevic war ohne Chance.
In den Schlussminuten kam es für den FC Liefering dann knüppeldick. Torschütze Traore sah nach hartem Einsteigen die rote Karte und wurde vom Platz gestellt (81.). Bitter: Der junge Linksverteidiger verletzte sich dabei selbst. Anschließend fanden die Hausherren mit zwei Mann mehr am Feld weitere gute Chancen auf Tore vor. Den Schlusspunkt setzte dann Kapitän Strauss, der nach Conte-Flanke zum 4:1-Endstand einköpfte.
Ein in Summe verdienter Heimsieg der Linzer untermauerte weiter deren Ambitionen im Aufstiegsrennen. Nach Slapstick-Gegentor und zwei Platzverweisen mussten die Lieferinger gebeutelt die Heimreise antreten.
Damit endete eine unterhaltsame Partie in Oberösterreich mit 4:1 für Blau-Weiß Linz, die damit bei 22 Zählern halten und Tabellenführer sind. Dahinter steht der First Vienna FC punktgleich auf Rang zwei. Der FC Liefering hält mit 13 Punkten auf Rang neun.
Samstag, 17.10.2026 (17:30 Uhr); Hofmann Personal Stadion, Linz; 5.082 Zuschauer; SR Safak Barmaksiz
Blau-Weiß Linz: Giuliani - Pasic - Maranda - Riegler (77./Strauss) - Frieser - Mayer (77./Schiestl) - Tsarenko - Weinhauer (84./Collmann) - Kreiker (58./Conte) - Ristanic (58./Ronivaldo) - Vucic
FC Liefering: Sarcevic - Hussauf - Masching - Pokorny (66./Grudzinskas) - Traore - Riquelme (66./Sulbaran) - Matjasec (74./Zangerl) - Ivanschitz - Aleksic - Kosakiewic (46./Leles) - Matijasevic (46./Moser)
Tore: Vucic (37.), Ronivaldo (60.), Mayer (75.), Strauss (90.+4) bzw. Traoré (26.)
Gelb-Rot: Grudzinskas (70.)
Rot: Traoré (81.)
Gelbe Karten: Riegler, Strauss bzw. Ivanschitz, Riquelme, Grudzinskas
Fotocredit: Harald Dostal/www.sport-bilder.at