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Der Blick auf die Tabelle der Bayernliga Nord dürfte beim FC Ingolstadt II für eine Prise Erleichterung sorgen: Dank eines 2:1 (1:0)-Sieges am Samstagnachmittag gegen Fortuna Regensburg konnten die Jungschanzer den vorletzten Tabellenplatz hinter sich lassen. Die Ingolstädter beenden die Hinrunde in der Bayernliga Nord damit auf Rang 14 – was allerdings immer noch einem Abstiegsrelegationsplatz entspricht.
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Nach zuletzt drei Niederlagen am Stück war der Sieg aber ein erster Schritt aus der Ergebniskrise. „Siege tun natürlich immer gut. Es ist der gerechte Lohn für die Art und Weise, wie wir letzte Woche trainiert haben“, sagte Trainer Kevin Ulrich. Im Gegensatz zu den vergangenen Wochen lag dieses Mal auch das Spielglück auf Seite der Ingolstädter, die trotz eines unglücklichen Ausgleichs rund eine Viertelstunde vor Schluss den Schalter nochmal umlegen konnten. „Dass wir so reagieren, zeigt die Entwicklung, die wir nehmen. Wir sprechen seit Wochen darüber, heute konnten wir es in dem Moment auch mal auf dem Spielfeld zeigen“, freute sich Ulrich.
Nach dem maximal bitteren 3:4 in der Vorwoche gegen die SpVgg SV Weiden hatte der FCI-Coach zwei Veränderungen in seiner Startelf vorgenommen: Anstelle von Veit Breitschaft und Rotsünder Alexander Meyer starteten Ioannis Petkos und Maximilian Wagner, der gegen Weiden noch krankheitsbedingt ausgefallen war.
Der Start hätte für den FCI dann besser kaum laufen können: Es waren gerade einmal fünf Minuten gespielt, als die Schanzer auf dem Flügel durchbrachen und nach innen spielten, wo Stürmer Manuel Distl aus kurzer Distanz zum 1:0 einschob – bereits der vierte Treffer in den vergangenen drei Spielen für den 18-Jährigen.
Nach der schnellen Führung hatten die Gastgeber alles im Griff, verpassten es aber nachzulegen. Ulrich monierte zudem, dass ein vermeintlicher Elfmeter nach Foulspiel an Timo Hengmith nicht gegeben wurde. In den ersten 20 Minuten des zweiten Durchgangs gab sein Team dann die Spielkontrolle etwas aus der Hand und ließ sich auf einen offenen Schlagabtausch ein – was Ulrich nicht gefiel: „Es könnte zur Halbzeit schon 3:0 oder 4:0 stehen. So aber war das Spiel danach wieder offen. Das war nicht zum ersten Mal der Fall“, klagte er.
Doch trotz der ein oder anderen Chance des Gegners überstanden die Schanzer diese Phase. Das Gegentor fiel trotzdem noch: Nach einem langen Ball konnte die Defensive des FCI nicht klären, Ilhami Medineli stand plötzlich frei vor Keeper Louis Marbach, umkurvte ihn und schob zum 1:1 ein (77.). „Es war ärgerlich, dass in der Phase der Ausgleich fällt, in der wir das Spiel langsam wieder im Griff hatten“, sagte Ulrich.
Doch dieses Mal ließen sich seine Spieler von dem neuerlichen Rückschlag nicht aus der Bahn werfen. Im Gegenteil: Quasi im direkten Gegenzug schickte der eingewechselte Alik Streck den ebenfalls eingewechselten Patrick Bachmann, der Fortuna-Keeper Nicolas Köpper umkurven wollte, von diesem aber gefoult wurde. Es gab Strafstoß und Kapitän Fabio Riedl verwandelte sicher zum 2:1 (80.) – gleichzeitig der Siegtreffer für die Jungschanzer.
Der vierte Saisonsieg sollte dem FCI nun Auftrieb geben vor der anstehenden Rückrunde. Doch bislang haben es die Schanzer nicht geschafft, zwei Erfolge hintereinander einzufahren. Auch deswegen gibt sich Ulrich zurückhaltend: „Ich glaube, dass ein Spiel nicht für einen Umschwung reicht, weder in die eine noch in die andere Richtung. Wir müssen jetzt einfach weiterarbeiten. Auch heute war nicht alles gut.“ Er will mit seinem Team am kommenden Wochenende (Samstag, 14 Uhr) an die Leistung gegen Regensburg anknüpfen. Gegen den Gegner zum Rückrundenstart, den FSV Stadeln, hatte der FCI zum Saisonauftakt (4:4) ebenfalls Moral gezeigt und einen 2:4-Rückstand noch aufgeholt.
FC Ingolstadt II: Marbach – Rexhepi, Bagaric, Petkos, Oladosu (69. Coric) – Riedl, Wagner (66. Paylan) – Durakov (83. Breitschaft), Sommer – Distl (69. Streck), Hengmith (78. Bachmann). Tore: 1:0 Distl (5.), 1:1 Medineli (77.), 2:1 Riedl (80./Foulelfmeter). – Schiedsrichter: Putz (Perlesreut). – Zuschauer: 50.
DK