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Mit 41 Jahren ist Schluss: Cristiano Ronaldo spielt nicht mehr für Portugal. Diese Entscheidung verkündet der Superstar vor wenigen Tagen - eine wichtige Person lässt er dabei außen vor.
Portugals Fußball-Nationaltrainer Jorge Jesus ist offenbar vom Rücktritt des Superstars Cristiano Ronaldo überrascht worden. "Ich habe es gleichzeitig mit allen anderen erfahren. Bis dahin wusste ich nichts davon", sagte Jesus am Freitag.
Ronaldo hatte seinen Abschied aus dem Nationalteam am Donnerstag in den Sozialen Medien verkündet, einen Tag vor Jesus' Nominierung. Dass der öffentliche Streit maßgeblich für die Entscheidung gewesen sei, glaubt Jesus nicht. "Ich fühle mich in keiner Weise für seinen Abschied verantwortlich", betonte der Coach, der Ronaldo zuvor bereits beim saudi-arabischen Klub Al-Nassr trainiert hatte: "Alle meine Entscheidungen habe ich im Sinne der Mannschaft getroffen."
Ronaldo hatte Ende September für einen Eklat gesorgt, nachdem er das Trainingslager im Streit mit Jesus vorzeitig verlassen hatte. Bis zum Schluss versuchte Verbandspräsident Pedro Proença zu vermitteln. Doch Ronaldo, der mit Portugal 2016 Europameister wurde und zweimal die Nations League (2019 und 2025) gewann, entschied sich gegen eine Rückkehr. Anschließend warf der Angreifer von Al-Nassr dem Coach vor, sein Wort gebrochen zu haben, ihm Einsatzzeit zu gewähren.
Cristiano Ronaldo handelte gegen den Willen des Nationaltrainers
Fußball"Natürlich dachte ich, dass er zurückkommen würde. Natürlich dachte ich, dass ich ihn nominieren und mit ihm sprechen würde. Aber man muss ihn respektieren", sagte Jesus. "Wir haben vor der ersten Nominierung gesprochen und ich habe ihn gebeten, an meiner Seite weiterzumachen, weil ich ihn in meiner Nähe brauchte." Ronaldo, der 146 Tore in 234 Länderspielen erzielt hat, habe das Gefühl gehabt, "dass dies der beste Zeitpunkt für seinen Rücktritt war. Das müssen wir respektieren.
Jesus stellte dabei nochmal die Verdienste des Spielers in den Vordergrund. Der fünfmalige Ballon d'Or-Gewinner sei eine "weltweite Referenz, für Portugal und die Nationalmannschaft". Er betonte, dass Ronaldo "immer eine prägende Persönlichkeit unserer Nationalmannschaft, unseres Volkes und unserer Geschichte bleiben wird. Im Auditorium habe ich ein großes Bild von ihm aufhängen lassen, damit alle jungen Spieler und Kollegen ihn dort als Vorbild vor Augen haben", erklärte Jesus.
Verwendete Quellen: ntv.de, tno/sid