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Mercedes hat es geschafft: Das Team sicherte sich in São Paulo vorzeitig den Formel 1-Konstrukteurstitel. Ein vierter Platz für George Russell und ein fünfter Rang für Kimi Antonelli reichen den Silberpfeilen, um die Konkurrenz abzuhängen. Den Bericht zum Brasilien-Rennen findet ihr hier:
In der ewigen Bestenliste rückt Mercedes (neun Titel) auf den dritten Platz und ist damit gleichauf mit Williams. Seit der offiziellen Einführung der Konstrukteursweltmeisterschaft im Jahr 1958 konnten sich 15 verschiedene Hersteller [Stand: November 2026] den begehrten Titel sichern. Die Spanne reicht von Traditionsrennställen wie Ferrari und Williams über McLaren bis hin zu Red Bull und Mercedes. Motorsport-Magazin.com hat den kompletten historischen Überblick.
Das britische Team Vanwall sicherte sich 1958 die erste Konstrukteurs-Krone der Formel-1-Geschichte. Die Truppe um Stirling Moss und Tony Brooks setzte sich mit sechs Siegen in elf Rennen knapp gegen Ferrari durch. Hätte es bereits beim Auftakt der Formel 1 im Jahr 1950 eine Team-WM gegeben, hätte Alfa Romeo diese souverän gewonnen - die ersten drei der damaligen Fahrerwertung pilotierten allesamt Werkswagen der Italiener.
In den Anfangsjahrzehnten wurde die Konstrukteurs-WM zu einer Zeit ausgetragen, in der Fahrzeuge eines Herstellers von unterschiedlichen Teams (Werk- und Kundenteams) eingesetzt werden konnten. Im Englischen wurde präzise zwischen Constructors (Konstrukteuren) und Entrants (Bewerbern) unterschieden. Alle eingesetzten Autos eines Konstrukteurs sammelten Punkte. Das bekannteste Beispiel ist Matra.
Den Titel von 1969 verdankte der französische Hersteller vorrangig dem Kunden-Team Tyrrell (das später selbst als Konstrukteur Weltmeister wurde) und nicht dem eigenen Werksteam. Erst seit 1981 ist per Reglement strikt vorgeschrieben, dass jedes Team sein eigenes Chassis konstruieren muss und somit als eigenständiger Konstrukteur auftritt.
Geschichte und Entwicklung der Formel 1 werden seit jeher von prägenden Epochen einzelner Teams bestimmt:
| Anzahl Titel | Konstrukteur | Jahre |
|---|---|---|
| 16 | Ferrari | 1961, 1964, 1975–1977, 1979, 1982, 1983, 1999–2004, 2007, 2008 |
| 10 | McLaren | 1974, 1984, 1985, 1988–1991, 1998, 2024, 2025 |
| 9 | Williams | 1980, 1981, 1986, 1987, 1992–1994, 1996, 1997 |
| 9 | Mercedes | 2014–2021, 2026 |
| 7 | Lotus | 1963, 1965, 1968, 1970, 1972, 1973, 1978 |
| 6 | Red Bull | 2010–2013, 2021-2024 |
| 2 | Cooper | 1959, 1960 |
| Brabham | 1966, 1967 | |
| Renault | 2005, 2006 | |
| 1 | Vanwall | 1958 |
| B.R.M. | 1962 | |
| Matra | 1969 | |
| Tyrrell | 1971 | |
| Benetton | 1995 | |
| Brawn | 2009 |
| Titel in Folge | Konstrukteur | Zeitraum |
|---|---|---|
| 8 | Mercedes | 2014 bis 2021 |
| 6 | Ferrari | 1999 bis 2004 |
| 4 | McLaren | 1988 bis 1991 |
| Red Bull | 2010 bis 2013 | |
| 3 | Ferrari | 1975 bis 1977 |
| Williams | 1992 bis 1994 |
Sortiert man die Hersteller nach ihrer offiziellen Rennlizenz, liegt Großbritannien mit 35 Weltmeisterschaften unangefochten an der Spitze. Vor allem McLaren (10), Williams (9) und Lotus (7) prägten das Bild. Cooper, Brabham, Vanwall, B.R.M., Tyrrell, Benetton und Brawn GP steuerten weitere neun Titel bei. Zudem hält Großbritannien den Rekord für die längste nationale Serie: Zwischen 1984 und 1998 ging die Konstrukteurs-WM 15 Mal in Folge an ein britisches Team.
| Anzahl der Titel | Nation | Konstrukteur |
|---|---|---|
| 35 | Großbritannien | McLaren, Lotus, Williams, Cooper, Brabham, Vanwall, B.R.M., Tyrrell, Benetton, Brawn GP |
| 16 | Italien | Ferrari |
| 8 | Deutschland | Mercedes |
| 6 | Österreich | Red Bull |
| 3 | Frankreich | Matra, Renault |