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In der 1. Klasse Mitte hat sich SV Steuerberg mit SG DSG Ledenitzen/SV Rosegg 3:3 getrennt. Für Trainer Thomas Heber war das Remis am Ende zwar gerechtfertigt, trotzdem blieb bei den Gästen das Gefühl, mehr liegen gelassen zu haben. Denn nach einer starken Phase und einer 3:1-Führung war Rosegg schon auf Kurs, ehe Steuerberg noch einmal zurückkam.
Der Nachmittag begann für die Gäste alles andere als ruhig. Daniel Walder brachte Steuerberg schon in der 7. Minute 1:0 in Führung, und genau diese Anfangsphase sprach Thomas Heber auch offen an. „Der Gegner ist recht früh mit eins zu null in Führung gegangen und hat die ersten fünfzehn, zwanzig Minuten auch das Spiel dominiert“, sagte der Trainer. Gleichzeitig machte er aber klar, dass seine Mannschaft den Faden danach gefunden hat. Rosegg kam Schritt für Schritt besser hinein, wurde aktiver und belohnte sich noch vor der Pause. Federico Richard Heinrich traf in der 32. Minute zum Ausgleich, ehe Florian Wassertheurer in der 40. Minute das 2:1 nachlegte. Für Heber war diese Phase kein Zufall: „Wir sind im Laufe der ersten Halbzeit sehr gut in die Partie gekommen und haben dann meiner Meinung nach auch verdient den Ausgleich geschossen und vor der Pause auch noch das zwei zu eins draufgelegt.“
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Rosegg zunächst am Drücker. Gaber Petric erhöhte in der 53. Minute auf 3:1, und damit schien das Spiel klar in Richtung der Gäste zu kippen. Genau an diesem Punkt setzte Heber später mit seiner Analyse an, weil seine Mannschaft aus seiner Sicht verpasst hat, das Spiel endgültig zuzumachen. „Wir sind in der zweiten Halbzeit ebenfalls gut hineingestartet, haben bald das drei zu eins gemacht und anstatt dann den Deckel draufzumachen und das vier zu eins zu schießen, hat der Gegner dann das drei zu zwei gemacht“, sagte er. Dieses 2:3 durch Daniel Walder in der 64. Minute war der Wendepunkt, weil Steuerberg danach wieder richtig glaubte. Heber sprach außerdem eine Szene an, die aus seiner Sicht großen Einfluss hätte haben können. Beim Stand von 3:2 sei ein Kopfballtor seiner Mannschaft aberkannt worden. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass das kein Abseits war, und man kann da schon davon sprechen, dass das eine klare Fehlentscheidung war“, meinte der Trainer, stellte aber auch klar, dass er mit der Gesamtleistung des Schiedsrichters grundsätzlich einverstanden war.
In der Schlussphase wurde der Druck der Gastgeber dann immer größer. Heber beschrieb sehr deutlich, wie seine Mannschaft die Partie in dieser Phase nicht mehr beruhigen konnte. „Da sind wir dann richtig eingeschnürt worden“, sagte er, und genau so entwickelte sich das Spiel auch. Steuerberg drängte Rosegg tief hinein, während die Gäste ihre Möglichkeiten in den letzten Minuten nicht sauber ausspielten. „Wir konnten die Konter in den letzten fünfzehn, zwanzig Minuten nicht zu Ende spielen oder keine zwingende Torchance herausspielen“, erklärte Heber. Das rächte sich schließlich in der 81. Minute, als Daniel Walder mit seinem dritten Treffer des Tages zum 3:3 ausglich. Für den Trainer war das Endergebnis deshalb zwar schmerzhaft, aber unterm Strich stimmig. „Ich glaube, dass das Unentschieden auch passt“, sagte er. Gleichzeitig hob er hervor, dass seine Mannschaft etwas mitbringt, das sie in solchen Spielen im Rennen hält: „Gut funktioniert hat vor allem, dass wir einfach nicht aufgeben.“ Weniger gut sei dagegen gewesen, „dass wir manche Bälle früher klären und einfacher Fußball spielen müssen“.
Dass Rosegg in Steuerberg nicht einfach zu Punkten kommt, überraschte Heber nach dem Spiel nicht. Der Trainer fand für den Gegner sehr deutliche Worte und ordnete das 3:3 auch darüber ein. „Steuerberg ist meiner Meinung nach sicher eine der besten Mannschaften in der Liga, steht verdient da vorne und ich glaube, früher oder später werden sie auch auf den ersten Platz kommen. Eine sehr spielstarke Mannschaft“, sagte er. Gerade deshalb war für Rosegg in diesem Auswärtsspiel durchaus etwas drin, vielleicht sogar mehr als nur ein Punkt. Der Spielverlauf mit der gedrehten Partie und der 3:1-Führung spricht dafür. Gleichzeitig zeigte die Schlussphase aber auch, woran die Gäste arbeiten müssen: einfache Klärungen, sauber ausgespielte Konter und mehr Ruhe, wenn das Spiel auf der Kippe steht. So blieb am Ende ein Remis, das Heber akzeptierte, bei dem aber trotzdem das Gefühl mitschwang, dass seine Mannschaft den Sieg zwischenzeitlich schon in der Hand hatte.
81
Daniel Walder 3:3
64
Daniel Walder 2:3
53
Gaber Petric 1:3
40
Florian Wassertheurer 1:2
Federico Richard Heinrich 1:1
Daniel Walder 1:0