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Schon vor dem Anpfiff konnte Werder Bremen in Mainz einen kleinen Erfolg verbuchen. Kapitän Marco Friedl verrät, was es damit auf sich hatte.
Mainz/Bremen – Das Spiel hatte noch gar nicht begonnen, da hatte Marco Friedl dem 1. FSV Mainz 05 am Samstagnachmittag schon die erste kleine Niederlage beigebracht. Nachdem der Kapitän des SV Werder Bremen den Münzwurf des Schiedsrichters gewonnen hatte, sorgte er mit seiner Seitenwahl dafür, dass die Hausherren nicht wie favorisiert erst in der zweiten Hälfte auf ihre Fankurve spielen, sondern bereits in Durchgang eins. „Ich kenne das selbst. So etwas stört dich etwas im Unterbewusstsein“, sagte Friedl hinterher. Zumal beide Teams schon in einer Hälfte Aufstellung genommen hatten – und dann doch noch mal tauschen mussten.
Der Mainzer-Kapitän Nadiem Amiri erzählte Marco Friedl auf dem Platz ein paar Takte, dass er wenig begeistert von dieser Wahl ist – augenzwinkernd, ohne Disput. „Das war im Spaß“, sagte Friedl. Aber: „Es bringt schon ein bisschen Unruhe beim Gegner rein, weil plötzlich etwas anders läuft, als er es gewohnt ist.“ Ein psychologischer Trick, der in Mainz funktioniert hat. Jedenfalls fanden die Gastgeber überhaupt nicht ins Spiel und lagen gegen Werder Bremen früh mit 0:2 hinten.
Einen weiteren Grund hatte Friedls Seitenwahl darüber hinaus auch noch. „Die Sonne stand relativ tief. Deswegen habe ich mit Karl gesprochen und wir haben vereinbart, dass ich die Seiten tausche, wenn ich die Chance dazu habe.“ Hatte er. Ergebnis: Mainz-Keeper Alexander Schwolow benötigte während der ersten Hälfte ein Cappi, Werder Bremens Schlussmann Karl Hein nicht. (dco)