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Der TSV Altenstadt bestimmte das Spiel gegen das Topteam FC Aich – und verlor trotzdem. Das Tor des Tages fiel eher zufällig und auf kuriose Weise.
Altenstadt – Christoph Wagner machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. „Das ist einfach frustrierend“, ärgerte sich der Trainer des TSV Altenstadt nach dem 0:1 (0:0) gegen den FC Aich. Obwohl seine Mannschaft die Partie bestimmte, stand sie – wie so häufig in dieser Saison – am Ende mit leeren Händen da. „Wir wissen, dass wir nicht weit weg sind“, grämte sich der Coach. Aber den entscheidenden Schritt gelang seinem Team wieder einmal nicht.
TSV Altenstadt⇥0
FC Aich⇥1
Tor: 0:1 (88.) Egenhofer. Gelbe Karten: Altenstadt 2, Aich 3. Schiedsrichter: Torben Kiriczi. Zuschauer: 50
Dem ehemaligen Bezirksligisten genügten zwei Möglichkeiten, um die Begegnung auf seine Seite zu bringen. Die erste Chance verpulverte der FC noch, die zweite in der 88. Minute brachte den Sieg. Ein „Pingpongball“, wie Wagner leicht genervt feststellte, fiel Marc Egenhofer vor die Füße. Der fackelte nicht lange und markierte das Tor des Tages. „Danach war es zu spät“, gab der Coach zu, dass seiner Elf die Zeit davongerannt war, um wenigstens noch den Ausgleich zu erzielen.
Zeit und Möglichkeiten hatten die Altenstädter zuvor genug vergeudet. Denn Aich fand so gut wie gar nicht statt. „Die haben nichts auf die Kette gebracht“, bemerkte der Coach. Auf seiner Liste hatte der Trainer eine Handvoll Distanzschüsse stehen, die der Aicher Keeper entschärfte, dazu noch mehrere feine Spielzüge, die aber im Nirwana endeten, und außerdem einen Pfostenkracher. „Da waren schon ein paar Dinger dabei gewesen“, stellte Wagner klar. Aber was will er machen, wenn seine Offensivakteure mit den Chancen nichts anzufangen wissen? Ansonsten hatte er nur Lob zu verteilen. „Wir haben ein tolles Spiel gemacht, es war eine tolle Mannschaftsleistung“, überschlug er sich förmlich. „Ich kann meinem Team nichts vorwerfen.“
Allerdings kann sich sein Ensemble von diesen Komplimenten nichts kaufen. Die Realität in Altenstadt sieht deshalb nicht allzu rosig aus. In zwölf Begegnungen hat der TSV gerade 14 Zähler abgefischt, was im Schnitt gerade einen Punkt pro Spiel macht. Die Mannschaft wäre schon mitten im Abstiegskampf angelangt, wenn nicht die Konkurrenz aus dem hinteren Tabellendrittel in absoluter Zuverlässigkeit verlieren würde. „Wir sehen, dass wir gegen jeden Gegner mithalten können“, betont Wagner. Aber dafür fällt die eigene Bilanz viel zu dürftig aus.
Drei Begegnungen bleiben Altenstadt noch in der Rückrunde, um das Zahlenwerk etwas aufzuhübschen. Am kommenden Freitag müssen sie beim Tabellenzweiten in Landsberg antreten, dann folgen vermeintlich leichtere Aufgaben mit dem SV Igling und beim SC Schöngeising. Mit sechs Punkten aus diesen drei Spielen wäre der TSV wieder im Soll. Aber er muss sie erst einmal holen, was schon die gesamte Saison immer viel leichter gesagt als getan ist.