flag
back Zurück
Novak Djokovic verfolgt im Finals-Rennen eine bewegliche Zielmarke
© RottenKnee23/X/Fair Use

Novak Djokovic hat im Rennen um die ATP Finals noch eine Chance, aber keinen Anspruch auf ein Ticket allein durch seinen Namen. Greg Rusedski hält einen erfolgreichen Endspurt weiterhin für möglich. Die aktuelle Punktelage zeigt allerdings, dass Djokovic nicht nur selbst gewinnen muss, sondern zugleich eine bewegliche Zielmarke verfolgt.

„Nun, schreibt Novak Djokovic niemals ab“, sagte Rusedski in seinem Podcast. Seine Zuversicht begründete er auch mit Djokovics Entschlossenheit: „Wenn er sagt, dass er etwas tun will, tut er es normalerweise.“ Das ist ein Vertrauensvotum für den Spieler, keine Berechnung seines bevorstehenden Abschneidens.

Der Rückstand ist überschaubar, aber real

Novak steht im Race mit 2.840 Punkten auf Rang elf. Alex de Minaur liegt mit 2.880 knapp davor, Rafael Jodar auf Platz neun hat 3.159 Punkte. Weil Jannik Sinner den Rest der Saison ausfällt, reicht dieser neunte Rang derzeit für die Qualifikation.

Die Zahlen machen zwei unterschiedliche Aufgaben sichtbar. Der kleine Abstand zu de Minaur wäre mit einem begrenzten Vorsprung bei den nächsten Ergebnissen aufzuholen. Für den tatsächlich benötigten Qualifikationsplatz muss Novak jedoch mehr Boden gutmachen. Nur an einem direkten Nachbarn vorbeizuziehen, würde das Problem noch nicht lösen.

Basel erweitert seine Möglichkeiten

Novak hat eine Wildcard für das ATP-500-Turnier in Basel angenommen. Rusedski verweist außerdem auf seine Erfolge in Paris, wo er das Masters bereits siebenmal gewann. Damit gibt es sportliche Gründe für Zuversicht, die über eine bloße Berufung auf seinen Ruf hinausgehen.

Vergangene Erfolge können zeigen, dass ein Spieler mit einer Aufgabe vertraut ist. Sie nehmen ihm die Aufgabe jedoch nicht ab. Entscheidend bleibt, welche Punkte Djokovic diesmal tatsächlich gewinnt. Ein zusätzlicher Turnierstart eröffnet Möglichkeiten, ohne schon festzulegen, wie weit er dort kommt oder wie viel Kraft ihm anschließend bleibt.

Das Race hat keine feste Ziellinie in Punkten

Auch die anderen Kandidaten spielen weiter. Djokovic kann deshalb nicht einfach einen heutigen Rückstand als endgültige Sollzahl behandeln. Während er versucht aufzuholen, können die Spieler vor ihm ihren Vorsprung vergrößern. Diese Gleichzeitigkeit macht den Endspurt enger und unberechenbarer als einen isolierten Blick auf seinen Kalender.

Rusedskis Warnung, Djokovic nicht abzuschreiben, ist deshalb nachvollziehbar. Sie sollte nur nicht mit der Erwartung verwechselt werden, dass sich die Tabelle zwangsläufig zu seinen Gunsten ordnet. Der Weg nach Turin ist offen, aber er verlangt Ergebnisse. Djokovics Erfahrung kann dabei helfen; den notwendigen Punktezuwachs muss er trotzdem auf dem Platz erarbeiten.

Könnte Ihnen gefallen

Deutsche Fans wollen ein Gefühl, das kein Zverev-Triumph erfüllen kann

Focus vor 42 Minuten

Der nächste Massensport?: Padel statt Tennis? Warum der Trendsport in Deutschland boomt

Sportschau vor 2 Wochen

Sonay Kartal: „Nicht viele“ hatten ihren Lauf in Wuhan erwartet – jetzt will sie mehr

tennis world vor 4 Stunden

Swiss Indoors Basel: Sechs Schweizer erhalten Wild Cards

Nau.ch vor 1 Stunde

Iga Swiatek zieht sich verletzungsbedingt aus Ningbo zurück und verliert ihre Chancen auf die WTA...

tennis world vor 1 Stunde

Alexander Zverev droht kurioser Rekord

GMX vor 23 Stunden

Dominic Thiem sieht Carlos Alcaraz in einer Kategorie vor Tennislegenden

tennis world vor 5 Stunden

Marc Lopez beerbt David Ferrer als spanischen Davis-Cup-Kapitän

tennisnet vor 13 Stunden