Zurück
Die Rivalität zwischen dem Moerser SC und dem VV Humann Essen ist seit vielen Jahren gelernt. Oft mit negativem Ausgang für den MSC. Im Jahr 2026 haben die Adler allerdings ihrem Lieblings- und Angstgegner zugleich zweimal in der gegnerischen Wolfskuhle des Zahn gezogen. In der 2. Volleyball-Bundesliga gab es in der vergangenen Spielzeit im letzten Match einen 3:2-Erfolg, am Samstagnachmittag blieben die Moerser gegen die Zweitvertretung der Humänner ab Mitte des ersten Satzes eiskalt und siegten mit 3:0 (25:20, 25:21, 25:20).
Mit dem sechsten Sieg im sechsten Punktspiel bleibt das Team von Trainer Thomaz Santos an der Spitze dran. Gut 120 Gäste-Fans machten die Partie stimmungsvoll zum Heimspiel. Dabei lief es im ersten Satz wahrlich nicht so rund wie erhofft. Es gab Fehler in allen Bereichen. „Wir waren nicht so bereit wie gedacht. Die Aufholjagd war zwar stark, kostete aber auch mentale Kraft“, erklärte Coach Santos mit Blick auf einen 9:14-Rückstand.
In dieser Phase wirkte sich der Einsatz von Ex-Bundesligaspieler Lukas Schattenberg sehr positiv aufs Moerser Treiben aus. Der Linkshänder setzte als Außenangreifer und in der Feldabwehr wertvolle Akzente. Im zweiten und dritten Durchgang wirkte der MSC dann souverän. Vor allem die Mittelblocker Tim Broshog, der als Spieler des Spiel ausgezeichnet wurde, und Mats Herbe verdienten ein Lob. Aber auch Libero und Kapitän Andre Illmer. Nach nur 73 Spielminuten war das Derby dann entschieden.
„Das war ein guter Volleyball-Nachmittag für uns. Alle sind mit einem guten Gefühl aus dem Match“, befand Trainer Thomaz Santos. Das galt im dritten Satz auch für Außenangreifer Jona Pukownik, der für Umberto Sorrenti nach einer Auswechslung im ersten Satz gegen Lukas Schattenberg wieder zum Zug kam. Und so noch ein paar Pluspunkte für sich markierte.
Ob es wirklich für ganz oben in der 3. Liga West schon reicht, wird sich dann am Sonntag zeigen. Der MSC muss bei Ligafavorit Eintracht Spontent in Düsseldorf ran. Erster Ballwechsel in der Sporthalle des Luisen-Gymnasiums an der Völklinger Straße wird dann um 16 Uhr sein. Mit von der Partie ist auch wieder der ehemalige Bundesligaspieler Lukas Schattenberg. Der aus beruflichen Gründen in die Nähe von Ulm gezogene Dauer-Adler ist an diesem Wochenende sportlich für seine Adler somit doppelt im Einsatz.
MSC-Start-Sechs: Herbe, Haug, D‘Amato, Pukownik, Broshog, Sorrenti; Libero: Illmer - eingewechselt: Schattenberg, Lübke, Scrollavezza, Kugel.