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Er könne auch nichts dafür, dass Niclas Füllkrug schon 33 Jahre alt ist – mit dieser Aussage hatte Bundestrainer Jürgen Klopp im Oktober die Spekulationen um ein DFB-Comeback des Torjägers vom SV Werder Bremen noch relativiert. Am Donnerstag folgte dann doch die offizielle Berufung: Füllkrug steht im 24-köpfigen Aufgebot für die Nations-League-Spiele in Serbien und gegen die Niederlande.
Eine Entscheidung, die nicht nur am Osterdeich für Feierstimmung sorgt, sondern auch bei einer echten Bremer Legende: Miroslav Klose. "Niclas bringt viele Komponenten mit, die uns im Spiel einfach guttun", schwärmt der deutsche WM-Rekordtorschütze und heutige Cheftrainer des 1. FC Nürnberg bei RTL/Sky. "Er macht Tore, er ist präsent auf dem Spielfeld, und er geht mit Leistung voran. Das sind Sachen, bei denen ich sage: Das ist ein Nationalspieler."
Dass Füllkrug mit 33 Jahren – bei der Europameisterschaft 2028 wäre er 35 – von manchen Beobachtern bereits als zu alt für das DFB-Team eingestuft wurde, lässt Klose überhaupt nicht gelten. Schließlich weiß niemand besser als der frühere Bremer, wie spät im Fußballerleben der ganz große Coup noch gelingen kann. "Ich habe selbst bis 38 gespielt und wurde mit 36 Weltmeister", betont der heute 48-Jährige. "Also ich glaube, ich bin das perfekte Beispiel."
Zwischen beiden Angreifern gibt es ohnehin viele Parallelen: Klose holte 2005/06 im Werder-Trikot die Bundesliga-Torjägerkanone an die Weser – ein Kunststück, das nach ihm jahrelang unerreicht blieb, ehe sich Füllkrug in der Saison 2022/23 ebenfalls zum Torschützenkönig krönte. Zudem teilen sich beide einen besonderen Bundesliga-Rekord: Klose und Füllkrug gehören zu dem erlesenen Kreis von nur acht Spielern der Liga-Historie, die für drei unterschiedliche Clubs mindestens einen Dreierpack erzielten.