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Der Hamburger Alexander Zverev verliert nach Satzführung gegen einen Außenseiter. Das Ausscheiden hat auch Folgen für die kommenden Wochen.
Alexander Zverev wird noch in diesem Jahr erstmals die Nummer eins der Tenniswelt. Doch der Hamburger muss sich länger gedulden als erhofft. Durch seine überraschende Halbfinal-Niederlage beim Masters-Turnier in Shanghai hat er die Chance verspielt, bereits Anfang November an die Spitze der Weltrangliste zu klettern.
Der 29-Jährige unterlag am Samstag dem Spanier Alejandro Davidovich Fokina mit 7:5, 4:6, 3:6. Dabei hatte Zverev zunächst den besseren Start erwischt. Doch nach dem gewonnenen ersten Satz fand sein Gegner zunehmend ins Spiel, während der Deutsche immer erschöpfter wirkte.
Mit einem Finaleinzug in Shanghai und einem anschließenden Turniersieg in Wien hätte Zverev bereits am 2. November die Führung der Weltrangliste übernehmen können. Nach dem Halbfinal-Aus ist diese Möglichkeit dahin. Wann genau der Hamburger erstmals die Nummer eins wird, ist noch offen.
Dass er noch in diesem Jahr an die Spitze klettern wird, steht allerdings bereits fest. Der bisherige Weltranglistenerste Jannik Sinner hat seine Saison vorzeitig beendet. Konkurrent Carlos Alcaraz schied in Shanghai früh aus. Zverev wäre nach Boris Becker erst der zweite Deutsche an der Spitze der Herren-Weltrangliste.
Schon am kommenden Montag wird Zverev laut SID auf 10.070 Weltranglistenpunkte kommen. Seit der Reform des Rankings im Jahr 2009 haben erst sechs andere Spieler die Marke von 10.000 Punkten überschritten.
Bei schwülen 29 Grad und geöffnetem Hallendach lieferten sich Zverev und Davidovich Fokina zunächst ein enges Duell. Beim Stand von 5:5 gelang dem Hamburger das entscheidende Break zum Gewinn des ersten Satzes. Im zweiten Durchgang erhöhte der Spanier jedoch den Druck und erzwang einen Entscheidungssatz.
Dort geriet Zverev schnell mit 0:3 in Rückstand. Davidovich Fokina, Nummer 26 der Weltrangliste, wirkte deutlich frischer und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Zwei Matchbälle wehrte Zverev noch ab, den dritten verwandelte sein Gegner. "Ich war heute im dritten Satz einfach physisch besser", sagte der Spanier laut SID nach der Partie.
Zverev hat in dieser Saison bereits 78 Tour-Matches bestritten, sein Gegner dagegen erst 48. Immerhin bekommt der Hamburger nun eine seltene Verschnaufpause. Durch die Verschiebung des Showturniers Six Kings Slam in Saudi-Arabien hat er eine spielfreie Woche vor sich. Am 26. Oktober beginnt mit dem Turnier in Wien die nächste Station seines Saisonendspurts.