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Sie sind auf dem Transfermarkt der Fußballbranche gang und gäbe und oft ein willkommenes Mittel für klamme Klubs oder ein hoffnungsvolles Mittel für aufstrebende Talente, die den nächsten Schritt machen sollen: Leihgeschäfte.
Auch die deutsche Bundesliga ist ein großer Freund dieses Modells und jährlich gibt es gleich mehrere dieser Leihen bei den Bundesligisten. Doch bei manchen Spielern wünschte sich der treue Anhang so manches Klubs, dass dieser Spieler besser fest verpflichtet worden wäre.
Der berühmte Spruch "Never fall in love with a loan player" hat deshalb eine eher doppeldeutige und besonders starke Ausstrahlung. Einerseits belegt er die starken Leistungen von Leihspielern bei den Leihklubs, andererseits ist er aber auch ein trauriges Zeugnis dafür, wie schmerzhaft das Ende einer solchen Leihe für den aufnehmenden Klub und seine Fans auch sein kann.
Wir haben mal einige schmerzhafte Leih-Abschiede aus der jüngeren Vergangenheit des deutschen Oberhauses zusammengestellt und werden damit sicherlich die eine oder andere alte Wunde wieder aufreißen.
Im Sommer 2015 lieh Borussia Mönchengladbach den damals 19-jährigen Andreas Christensen aus. Das dänische Abwehrtalent blieb den Fohlen sogar zwei Jahre erhalten. In dieser Zeit entwickelte sich der Innenverteidiger nicht nur enorm weiter, sondern spielte sich auch immer mehr in die Herzen der Fans.
Mit einem Marktwert von damals 1,5 Millionen Euro kam Christensen aus dem Chelsea-Nachwuchs an den Niederrhein. Nach zwei Jahren verließ er die Borussen mit einem Marktwert von dann 18 Millionen Euro und insgesamt 82 Pflichtspielen für Gladbach wieder.
Christensen wuchs in Gladbach in Windeseile vom Youngster zum Abwehrchef und Leistungsträger heran. 2016 wurde er von den Fans der Fohlen sogar zum "Borussia-Spieler des Jahres" gewählt. Der Däne gilt bei den Fohlen bis heute als Paradebeispiel einer perfekten Leihe – mit Ausnahme des dann schmerzlichen Abschieds. Christensen bedankte sich bei seinem Abschied für die "unvergessliche Zeit".
Chelsea dankte es den Fohlen, denn Christensen stand dann fünf Jahre als fester Bestandteil der Blues im Kader, ehe 2022 der ablösefreie Abgang zum FC Barcelona kam, bei dem er heute noch unter Vertrag steht.
Im Januar 2010 lieh der 1. FC Köln Zoran Tosic von Manchester United aus und das nur halbjährige Gastspiel des serbischen Offensivspielers, für das der Effzeh immerhin eine halbe Million Euro Leihgebühr auf den Tisch legte, wurde zum kleinen Fußballmärchen.
Tosic war in 13 Bundesligaspielen der Rückrunde an sieben Treffern direkt beteiligt: Fünfmal netzte er selbst, zwei weitere Treffer legte er auf. Zudem begeisterte er die Kölner Fans mit Tempo, Zug zum Tor und dynamischen Dribblings. Mit seinen Torbeteiligungen verhalf der Leihspieler dem Effzeh zu insgesamt sieben wichtigen Punktgewinnen und somit direkt zum gefeierten Klassenerhalt.
"Wenn ich durch die Stadt gelaufen bin, sind die Menschen zu mir gekommen und haben gebeten, dass ich in Köln bleibe [...] Sowas hatte ich noch nicht erlebt. Ich fühlte mich sehr wohl."
Zoran Tosic
In der Domstadt erhielt Tosic damals den Spitznamen "Zoran der Zauberer". Der 1. FC Köln samt seinem Fan-Anhang hätte Tosic unglaublich gerne behalten, doch die Kaufoption war für die Rheinländer nicht stemmbar. Manchester United gab den Spieler stattdessen schließlich für 9,5 Millionen Euro an ZSKA Moskau ab. Bis heute gilt Tosic als einer der besten Winter-Transfers des Effzeh - wenn nicht sogar der beste.
"Zur Wahrheit gehört aber auch, dass ich manchmal darüber nachdenke, wie meine Karriere verlaufen wäre, wenn ich in Köln geblieben wäre. Die sechs Monate gehörten zu den besten meiner gesamten Laufbahn."
Zoran Tosic
Nach seinem Abschied aus Köln verriet Tosic: "Wenn ich durch die Stadt gelaufen bin, sind die Menschen zu mir gekommen und haben gebeten, dass ich in Köln bleibe. Das waren Kinder, Menschen in meinem Alter, selbst Omas haben mich angesprochen. Sowas hatte ich noch nicht erlebt. Ich fühlte mich sehr wohl."
Der Serbe beendete Ende November 2025 seine Karriere und erinnert sich noch heute gerne an seine Effzeh-Zeit zurück. Tosic: "Ich habe um Titel und in der Champions League gegen die größten Teams der Welt gespielt [...] Zur Wahrheit gehört aber auch, dass ich manchmal darüber nachdenke, wie meine Karriere verlaufen wäre, wenn ich in Köln geblieben wäre. Die sechs Monate gehörten zu den besten meiner gesamten Laufbahn."
Kaum zu glauben, aber wahr: Ja, Nico Schlotterbeck spielte mal für Union Berlin. In der Saison 2020/21 lief er leihweise vom SC Freiburg für den Hauptstadtklub auf - damaliger Marktwert vier Millionen Euro. Der damals 20-Jährige machte bei den Eisernen enorme Fortschritte - spielerisch wie körperlich - und legte damit den Grundstein für den heutigen Erfolg seiner Karriere.
In der besagten Spielzeit absolvierte Schlotterbeck nach überstandener Verletzung immerhin noch 17 Pflichtspiele für Union und spielte sich umgehend in die Herzen der Berliner Fans. Damit trug der heutige Abwehrchef von Borussia Dortmund maßgeblich zum Erfolg in dieser Spielzeit bei, in der Union im zweiten Jahr im Oberhaus auf einem starken siebten Platz landete.
"Ich fühle mich bei Union brutal wohl."
Nico Schlotterbeck bei Union-Abschied
Das Gastspiel an der Alten Försterei war ebenso kurz wie der Abgang schmerzvoll, denn die Unioner hätten Schlotterbeck nur allzu gerne festgehalten. "Der SC Freiburg hat sich klar geäußert, dass er zurückkommen muss, von daher ist das obsolet", sagte damals Union-Boss Ruhnert zu den Bemühungen, den Abwehrspieler in Berlin zu halten.
Als damals fest stand, dass Schlotterbeck Union wieder verlasen musste, wurde er gefragt, ob Wehmut in ihm aufkomme. Der Abwehrspieler sagte damals: "Auf jeden Fall, ich fühle mich bei Union brutal wohl."
Für Schlotterbeck selbst war es letztlich ein Sprungbrett. Heute hat der BVB-Star einen Marktwert von 55 Millionen Euro, ist der zweitwertvollste Akteur im Kader der Dortmunder und international gefragtes Transferziel.
Wie Andreas Christensen war auch Achraf Hakimi insgesamt zwei Jahre per Leihe in der Bundesliga aktiv. Der heutige Kapitän von Paris Saint-Germain und der marokkanischen Nationalmannschaft lief von 2018 bis 2020 als Spieler von Real Madrid für Borussia Dortmund auf und hinterließ einen bleibenden Eindruck.
Das damals 19-jährige Real-Juwel kam noch ohne große Vita zum BVB, doch Hakimi machte seinen Namen schnell immer größer. Am Ende standen für den dynamischen Rechtsverteidiger 73 Pflichtspiele und beeindruckende 29 Torbeteiligungen zu Buche.
"Die Zeit ist gekommen, einen wundervollen Abschnitt meines Lebens zu schließen. "
Hakimi bei BVB-Abschied
Neben seinem Marktwert, der während seiner Zeit in Dortmund von fünf Millionen auf 54 Millionen Euro durch die Decke ging, stiegen auch die Aktien des Marokkaners beim Anhang des BVB. Kaum ein anderer Leihspieler der Schwarz-Gelben war eine derartige Erfolgsgeschichte.
Bei seinem Abschied aus Dortmund fand Hakimi große Worte. "Die Zeit ist gekommen, einen wundervollen Abschnitt meines Lebens zu schließen. Nach zwei Jahren bin ich bereit, den Klub, der mir so viel Freude bereitet hat, zu verlassen. Vom ersten Moment an war die Betreuung und die Aufmerksamkeit vom Verein und der Stadt fantastisch."
Natürlich trauerte man Hakimi in Dortmund damals bittere Tränen nach, als es für ihn hieß, dass es zurück nach Madrid ging. Der BVB hätte Hakimi gerne behalten, doch die finanzielle Hürde war zu hoch.
Die Leihe und Rückkehr von Jadon Sancho in der Rückrunde der Saison 2023/24 steht unter einem ganz anderen Stern als die meisten anderen Leihen mit großem Herzschmerz, denn der Engländer kam bei seiner Leih-Flucht von Manchester United zu Borussia Dortmund nicht wieder an seine Glanzzeiten heran, die er vor seinem Verkauf zu den Red Devils beim BVB noch hatte.
Dennoch tat die Nicht-Verpflichtung vielen Dortmunder Fans aufgrund der erfolgreichen Vorgeschichte und warmen Erinnerungen im Herzen weh, die den verlorenen Sohn gerne behalten hätten.
Aus sportlicher Sicht lieferte Sancho jedoch viel zu wenige Argumente, um die hohen Kosten für eine fixe Rückkehr nach Dortmund zu rechtfertigen. Er kam bei Weitem nicht an die Leistungen seiner ersten Zeit bei den Borussen. Zudem wäre ein Deal aus Ablöse und Gehalt des Offensivstars für den BVB vermutlich auch gar nicht stemmbar gewesen.
Noch heute hört man in Dortmund immer wieder den Wunsch nach einer Rückkehr Sanchos. Doch diese Geschichte könnte sich möglicherweise nicht wiederholen. Und das, obwohl Sancho seit Sommer vereinslos ist.
Auch der FC Bayern München hat schon einige überaus clevere Leihgeschäfte abgeschlossen, eines davon war sicherlich das von Ivan Perisic. Der Kroate kam im Sommer 2019 für eine Saison von Inter Mailand an die Säbener Straße und hinterließ umgehend einen bleibenden Eindruck.
Perisic, der zuvor bereits für den BVB und den VfL Wolfsburg in der Bundesliga spielte, kam am Ende seiner Leihe bei den Bayern auf starke 18 Torbeteiligungen in 35 Pflichtspielen und hatte auch schnell einen Stein im Brett der Münchner Fans.
"Ich kam, sah und siegte. Danke an den FC Bayern."
Ivan Perisic
Mit seinen Auftritten trug der heute 37-Jährige erheblich zum damaligen Triple-Gewinn des Rekordmeisters bei und galt als stets verlässlicher Backup für Trainer Hansi Flick. Flick und die Bayern-Fans hätten Perisic überaus gerne behalten, doch die Münchner zogen die Kaufoption von damals 20 Millionen Euro aufgrund der finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht.
In der Saison 2012/13 lief Mittelfeldstar Kevin de Bruyne als Leihspieler des FC Chelsea bei Werder Bremen auf und spielte sich schnell in die Herzen des grün-weißen Anhangs. Für eine Leihgebühr von 450.000 Euro erhielt Bremen den damals 21-jährigen Belgier und dieser lieferte im Gegenzug starke 20 Torbeteiligungen in 34 Pflichtspielen.
Für De Bruyne war es der erste von zwei Vereinswechseln in der Bundesliga, denn der Belgier sollte nach seiner Rückkehr zu den Blues im Sommer 2014 vom VfL Wolfsburg fest verpflichtet werden. Die Niedersachsen verkauften den Mittelfeldstar anschließend für 76 Millionen Euro an Manchester City. Damit machten die Wölfe letztlich ein sattes Transferplus von 54 Millionen und gewannen mit De Bruyne den DFB-Pokal.
Ein Deal, den sicherlich auch Werder überaus gerne gemacht hätte, doch die konnten De Bryune nach seiner starken Leihe an die Weser nicht halten. Bis heute einer der erfolgreichsten Leih-Transfers in Bremen und der Bundesliga - und sicherlich einer mit dem meisten Herzschmerz bei den Fans.
Die Leihe von Joel Pohjanpalo von Bayer 04 Leverkusen zu Union Berlin war ein zweischneidiges Schwert, denn der Finne hatte während der Spielzeit 2020/21 mit verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen. Doch Pohjanpalo zeigte, was er draufhat, als er wieder zurückkam, und verhalf Union mit sechs Treffern in 19 Spielen zu einem guten siebten Platz.
Neben der Leihe von Nico Schlotterbeck war auch dieses Geschäft ein cleverer Schachzug der Eisernen. So nahmen sie den sympathischen, aber kühlen Finnen dank seiner hohen Arbeitsmoral und Einsatzbereitschaft ins Herz auf und ließen ihn bis heute nicht mehr raus.
Die zahlreichen Hoffnungen der Berliner Fans auf einen Verbleib erstickten jedoch im Keim, sodass Pohjanpalo am Saisonende zu Bayer 04 Leverkusen zurückkehrte, wo er keine Rolle mehr spielen sollte und noch im selben Sommer in die Türkei verliehen wurde.
Die jüngste, ganz schmerzvolle Leihgeschichte dieser Auflistung ist sicherlich die von Luka Vuskovic zum Hamburger SV. Der junge Kroate, der von Tottenham Hotspur an die Elbe und zum Klub seines Bruders Mario geschickt wurde, avancierte beim HSV in Windeseile zum Abwehrchef und spielte sich auf die Zettel beinahe aller Topklubs Europas. Viermal wurde das Abwehrjuwel zum Bundesliga-Rookie des Monats gekürt.
Der fromme Wunsch eines längeren Verbleibs war sowohl beim Klub als auch bei den Fans und dem Spieler selbst lange präsent und wurde öffentlich kommuniziert. Doch am Ende saßen die Spurs am längeren Hebel und machten Vuskovic nach seinem Leih-Erfolg in Hamburg schnell zu Geld.
"Ich liebe diesen Verein ein bisschen zu sehr."
Luka Vuskovic über den HSV
Tottenham verkaufte Vuskovic, der seinen Marktwert in Hamburg von zwölf auf 60 Millionen hochschraubte, im Sommer für 54 Millionen Euro an Brighton. Beim HSV hat man wohl heute noch ein Tränchen im Auge, wenn man an diese noch so frische Geschichte zurückdenkt.
Bei seinem Abschied aus Hamburg schrieb Vuskovic hochemotional: "Ein Jahr. Ein Verein. Eine Familie. Vom ersten Tag an, als ich in Hamburg ankam, habe ich etwas Besonderes gespürt. Die Liebe, die Leidenschaft, die Unterstützung – ihr habt mir sofort das Gefühl gegeben, zu Hause zu sein. Es war mir eine Ehre, dieses Trikot und die Nummer 44 im Volksparkstadion zu tragen."
Ein weiterer Beleg für seine tiefe Verbundenheit mit dem HSV ist das berühmte Zitat "Ich liebe diesen Verein ein bisschen zu sehr", das Vuskovic vor seinem letzten HSV-Heimspiel brachte.
Ähnlich gestrickt wie bei Jadon Sancho verlief auch die Leihe von Sead Kolasinac zu seinem Ausbildungs- und Herzensverein Schalke 04. In der Rückrunde der Saison 2020/21 sollte der verlorene Sohn der Königsblauen dabei helfen, den Klassenerhalt zu schaffen. Doch auch der Leihspieler und Rückkehrer vom FC Arsenal schaffte es nicht, ein Wunder zu bewirken.
Kolasinac, der diese Mission als "Herzensangelegenheit" bezeichnete, warf sich rein und kämpfte aufopferungsvoll. Für die Hilfe verzichtete er sogar auf einen Großteil seines Gehalts.
Gerade deshalb hätten die Schalker den Rückkehrer, der sogar kurzzeitig zum Kapitän ernannt wurde, wieder fest als einen der ihren behalten. Doch auch der Abstieg in die 2. Bundesliga machte einen Verbleib unmöglich.
Noch heute halten sich aber immer wieder Gerüchte um eine erneute Rückkehr des heute 33-Jährigen aufrecht. Kolasinac steht seit 2023 bei Atalanta Bergamo unter Vertrag. Sein Arbeitspapier bei den Italienern endet im Sommer 2027, was die Hoffnungen auf ein erneutes Schalke-Comeback natürlich wieder nährt.
Auch bei Eintracht Frankfurt gab es bereits erfolgreiche Leihgeschäfte und schmerzhafte Abgänge. Einer davon war der von Jesus Vallejo, der in der Saison 2016/17 per Leihe von Real Madrid zu den Hessen kam und auf Anhieb überzeugen konnte.
Insgesamt absolvierte der spanische Innenverteidiger 27 Pflichtspiele und verhalf der SGE unter anderem zum Einzug ins Pokalfinale. Der damals 19-Jährige wurde schnell zum Stammspieler und Leistungsträger und beeindruckte trotz seiner Jugend schon mit einer Menge Abgeklärtheit.
Vallejo perfomte von Anfang an so gut, dass Real Madrid zwischenzeitlich sogar überlegte, die Leihe vorzeitig schon im Winter abzubrechen und ihn zurück zu holen. Als der heute 29-Jährige im Sommer 2017 planmäßig in die spanische Hauptstadt zurückkehrte, verlief seine Karriere allerdings auch aufgrund von Verletzungen holprig. Bis zum Sommer 2025 und seinem Vertragsende bei Real wurde Vallejo immer wieder verliehen.
"Unendlich dankbar bin ich auch den großartigen Fans. Dass sie mich so toll in die große Familie hier aufgenommen haben, werde ich nie vergessen [...] auch wenn sich unsere Wege jetzt trennen, werde ich die Eintracht immer in Erinnerung behalten und sie als neuer Fan bestmöglich unterstützen."
Jesus Vallejo
Als fest stand, dass der Spanier nicht in Frankfurt bleiben dürfe und zurück nach Madrid geht, verabschiedete er sich auf der Homepage der SGE mit emotionalen Worten. Damals wurde Vallejo wie folgt zitiert: "Als ich vor zwei Jahren bei Real Madrid unterschrieben habe, war es mein Traum, ein Teil der ersten Mannschaft zu werden. Dieser Traum ist nun in Erfüllung gegangen. Aber ohne die Hilfe von Eintracht Frankfurt wäre das niemals möglich gewesen. [...] Und auch wenn sich unsere Wege jetzt trennen, werde ich die Eintracht immer in Erinnerung behalten und sie als neuer Fan bestmöglich unterstützen."
Ein Paradebeispiel für eine überaus erfolgreiche Ausleihe des FC Bayern ist bis heute die von Toni Kroos. Das damals 19-jährige Supertalent wurde für eineinhalb Jahre an Bayer Leverkusen ausgeliehen und entwickelte sich dort zu einem absoluten Top-Mittelfeldspieler.
Von Januar 2009 bis Sommer 2010 war Kroos in 48 Pflichtspielen für die Werkself an 23 Treffern beteiligt und legte damit den Grundstein für seine spätere Weltkarriere, die er beim FC Bayern, bei Real Madrid und in der deutschen Nationalmannschaft hinlegte.
In Leverkusen hätte man den Mittelfeldregisseur sehr gerne behalten, doch aufgrund seines Durchbruchs war er für die Werkself nicht zu halten. Der FC Bayern sollte nach dem Ende der Leihe noch vier Jahre große Freude am gebürtigen Greifswalder haben, ehe Kroos nach dem WM-Titel 2014 ablösefrei zu Real wechselte und dort fünf seiner insgesamt sechs Champions League-Titel abräumte.