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Das ganze 2. Freie Training in Sao Paulo schien der Regen kurz bevorzustehen - doch er kam bis auf vereinzeltes Nieseln nicht. Kimi Antonelli eröffnete sein erstes Wochenende als Formel-1-Weltmeister mit einer klaren Ansage an die Konkurrenz, die deutlich zurückfällt. Für Nico Hülkenberg gerät der Freitag in Brasilien zum Desaster.
Das Ergebnis: Antonelli setzte sich mit einer klaren Ansage und 0,253 Sekunden Vorsprung auf dem kurzen Kurs in Interlagos deutlich gegen die Verfolger durch. Die führte Lando Norris an, jetzt mit Respektabstand, nachdem er in FP1 noch die erste Bestzeit gefahren hatte. Max Verstappen, George Russell und Oscar Piastri bilden mit Norris zusammen ein zusammengestauchtes Verfolgerpaket. Verstappen haderte wie in FP1 nach wie vor mit Lenkungs-Problemen.
Keine Rolle spielte Ferrari. Lewis Hamilton fehlten bereits viereinhalb Zehntel, Charles Leclerc sieben. Beide waren unglücklich. Hamilton haderte bei im Nieselregen stetig fallenden Streckentemperaturen im Bereich von 30 Grad erst mit den Reifentemperaturen. Leclerc schien von seinem Topspeed irritiert.
Ein Audi zeigte groß auf. Local Hero Gabriel Bortoleto führte mit nur einer Sekunde Rückstand klar das Mittelfeld an und schlug sogar Isack Hadjar. Oliver Bearman schob sich in einem extrem engen Mittelfeld-Paket dahinter in die Top-10, auch die Alpines und Racing Bulls waren mit dabei. Haas-Neuling Rafael Camara war fünf Zehntel langsamer und landete auf P16.
Die Zwischenfälle: Camara fiel dafür während den Qualifying-Simulationen direkt negativ auf. Beim Vorbereiten auf seine schnelle Runde stand er den Berg hoch dem von hinten mit Vollgas herbeistürmenden Charles Leclerc im Weg. Leclerc quetschte sich rechts über Bodenwellen zwischen Camara und der Betonwand durch: "Was zur Hölle war das?" Die Szene wird am Abend noch von den Stewards untersucht.
Zum Desaster geriet der Tag für Nico Hülkenberg. In FP1 hatte er sein Cockpit dem Audi-Rookie Freddie Slater überlassen. Der aber war mit einem Defekt ausgerollt. Dieser stellte sich als schwerwiegend heraus. Das ganze FP2 lang wurde in der Garage am Auto gearbeitet, wohl mit einem Problem im elektrischen Bereich. So konnte Hülkenberg am Freitag keine einzige Runde fahren.
© Motorsport-Magazin