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Keine Angst vor 1860 München – aber kann Buchbach vor 15.000 Löwen bestehen?
Will heute bei den Löwen mutigen Fußball sehen: Buchbachs Trainer Sven Zurawka.
Will heute bei den Löwen mutigen Fußball sehen: Buchbachs Trainer Sven Zurawka. © MB

Spieltag Nummer 16 in der Fußball-Regionalliga Bayern – für den TSV Buchbach ein echtes Highlight: Der Tabellenzweite gastiert am Freitag (30. Oktober) um 19 Uhr bei den Münchner Löwen im „Grünwalder“.

Buchbach – Ein volles Haus mit 15.000 Zuschauern ist garantiert, darunter auch rund 800 Buchbach-Anhänger, die auch mit drei Sonderbussen anreisen werden. „Grundsätzlich kommt das Spiel nach den zuletzt schwierigen Wochen zum richtigen Zeitpunkt“, findet Buchbachs Sportlicher Leiter Andreas Bichlmaier, der sich natürlich auch auf diese besondere Partie freut: „So ein Spiel tut uns mit Sicherheit gut, da sollte die mentale Frische auf jeden Fall stimmen.“

Inwiefern die Nervosität eine Rolle spielt, steht freilich auf einem anderen Blatt, schließlich ist wohl noch kein Buchbacher jemals vor so einer Kulisse aufgelaufen. „Das ist schon eine Wucht, wenn das ganze Stadion kommt und die Fans die Löwen anfeuern. Wir müssen schauen, wie die Jungs die Atmosphäre wegstecken“, so Bichlmaier, der sich natürlich gerne an den 3:1-Pokalerfolg am 1. September im „Grünwalder“ erinnert, als aber nur etwas mehr als 5000 Zuschauer im Stadion waren: „Auch damals hat man schon in der ersten Viertelstunde gemerkt, dass wir nicht so ganz zu unserem normalen Spiel gefunden haben.“

Buchbach hat keine Angst vor 1860 München – trotz 15.000 Löwen-Fans

Am Freitag ist die Kulisse also dreimal so groß, aber der Druck liegt ja eher bei den Löwen, die derzeit mit 27 Punkten auf Rang vier liegen. „Unser Ziel ist es natürlich, dass wir auch nach dem Spiel vor den Löwen stehen“, so Bichlmaier, dessen Buchbacher um zwei Plätze und zwei Punkte besser gestellt sind als die Gastgeber. Buchbachs Trainer Sven Zurawka muss heute auf Innenverteidiger Rocco Tavra verzichten, dessen Oberschenkelverletzung wieder aufgebrochen ist. Dafür kehren Rechtsverteidiger Joe Wieselsberger und Innenverteidiger Tizian Zimmermann in den Kader zurück, der Einsatz von Marinus Erber ist aufgrund muskulärer Probleme noch nicht gesichert.

Ansonsten sollten die Gäste bis auf die Langzeitverletzten Leo Haas und Josue M’bila alle Mann an Bord haben. Zurawka hat also die Qual der Wahl, denn natürlich will jeder ran. „Alle scharren mit den Hufen“, weiß Bichlmaier. Wer Tavra ersetzen wird, lässt Zurawka noch offen. „Die Trainingswoche war gut“, lobt Bichlmaier, der von der Breite des Kaders überzeugt ist und unter anderem Dominik Auerhammer klobt, der sich zuletzt in den Dienst der 2. Mannschaft gestellt hat und mit guten Trainingsleistungen überzeugen konnte. Nach den Ausfällen von Spielmacher Tunay Deniz, Eric Uhlmann und Mark Gevorgyan hat Löwen-Coach Alper Kayabunar natürlich auch einige Baustellen.

„Da rücken schon ein paar junge Spieler nach, die es auch draufhaben. Die 2. Mannschaft ist ja nicht zufällig letzte Saison Meister der Bayernliga geworden“, erinnert Bichlmaier an den Fundus an Talenten. Nach dem späten 3:3 gegen Wacker Burghausen am vergangenen Freitag sollte bei den Buchbachern trotz der Serie von sechs sieglosen Spielen das Selbstvertrauen wieder passen. „Entscheidend ist, dass wir an unser Spiel glauben“, sagt Bichlmaier, der sich erhofft, dass die Rot-Weißen zumindest vergleichbar viel Ballbesitzphasen haben wie die Löwen: „Das wäre schon wichtig, sonst läuft eine Welle nach der anderen auf uns zu.“ Mut ist also gefragt, aber auch situatives Denken im Umschaltspiel. Und natürlich dürfen sich die vielen leichten Abwehrfehler der letzten Wochen nicht wiederholen. (MB)

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