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Fares Chaibi hat sich still und heimlich in die Startelf von Eintracht Frankfurt gespielt. Trainer Adi Hütter erklärt, wie er ihn gekitzelt hat.
Frankfurt – Diese Zahl ist beeindruckend: Der erst 23 Jahre alte Fares Chaibi hat beim Pokalduell von Eintracht Frankfurt beim Hamburger SV (3:1) am Dienstagabend sein 120. Pflichtspiel für die Hessen bestritten. Der Algerier wechselte im Sommer 2023 nach Frankfurt und lief seitdem häufig unter dem Radar. Doch nach Dino Toppmöller und Albert Riera ist Adi Hütter bereits der dritte Trainer, der auf seine Qualitäten setzt.
„Es freut mich, wie ein Fares Chaibi spielt. Er befindet sich in einer außerordentlich guten Verfassung“, sagte Hütter auf der Pressekonferenz vor dem Bundesligaduell gegen den HSV. Der Mittelfeldspieler hat sich seinen Platz in der Mannschaft erkämpft. Hütters Aussagen lassen jedenfalls nicht darauf schließen, dass er Chaibi in seiner derzeitigen Verfassung aus der Startelf nehmen möchte.
Der 37-malige Nationalspieler ist ein fleißiger Akteur mit großer Qualität. „Seine Mentalität und Körpersprache gefallen mir inzwischen viel besser“, erklärte Hütter. Das war nicht immer so. Der Trainer hatte das Gespräch mit Chaibi gesucht und ihm erklärt, dass seine Trainingsleistungen unter der Woche teilweise zu fahrig gewesen seien.
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Der erfahrene Coach gab ihm eine klare Botschaft mit auf den Weg: „Wenn du den nächsten Schritt gehen willst, dann musst du jeden Tag gut trainieren.“ Chaibi hat diesen Ratschlag offenbar beherzigt. Sein Einsatz im Training soll sich in dieser Saison deutlich gesteigert haben. Auch bei den bisherigen Beobachtungen fiel sein Engagement auf.
Als weitere Argumente für Chaibis Aufschwung nannte Hütter dessen Qualitäten bei Standardsituationen und seine Mannschaftsdienlichkeit: „Er spielt auch, weil er alles für die Mannschaft gibt.“ Chaibi ist kein Lautsprecher, genießt innerhalb des Teams aber offenbar Anerkennung. Seine Mitspieler suchen ihn, besonders auffällig ist das gute Zusammenspiel mit Can Uzun. Beim Pokalspiel waren beide am dritten Treffer beteiligt. Zudem verhinderte nur die Latte einen Treffer von Uzun nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Chaibi.
Für die Eintracht stellt sich unterdessen immer mehr die Frage nach Chaibis Zukunft. Rund um den Algerier gibt es in nahezu jeder Transferperiode Abgangsgerüchte. Inzwischen zählt er allerdings zu den dienstältesten Spielern im Frankfurter Kader. Sein Vertrag läuft bis zum Ende der Saison 2027/2028. Damit könnte bereits im kommenden Sommer eine wichtige Entscheidung anstehen: Vertragsverlängerung oder Verkauf. Einen ablösefreien Abgang kann sich der Klub kaum leisten.
Axel Hellmann stellte in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender klar: „Ich kenne diese Themen und sie liegen bei uns auf dem Tisch.“ Chaibi dürfte also auch weiterhin die Gelegenheit bekommen, sich für eine langfristige Zusammenarbeit zu empfehlen – oder sich für einen Wechsel zu einem anderen Klub interessant zu machen. Hütter wird sich darüber vorerst allerdings keine Gedanken machen. In der aktuellen Stabilisierungsphase dürfte er weiter auf die Qualitäten des Mittelfeldspielers setzen.