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Das Gros der HSV-Fans unterstützte ihre Mannschaft in Paderborn vorbildlich. Einige aber benahmen sich komplett daneben. Nach der Pleite in Paderborn gibt es für den HSV nun auch Ärger wegen seiner Fans.
Einige von ihnen benahmen sich in Ostwestfalen komplett daneben. Riesig war der Frust der HSV-Familie nach dem späten 0:1 in Paderborn. Für den einen oder anderen Anhänger vor Ort offenbar deutlich zu viel der schlechten Gefühle – sie hinterließen im Bereich der Gäste-Toilette ein Trümmerfeld. Heftiger Vandalismus, der ein Nachspiel hat: Der SC Paderborn erstatte Anzeige gegen den oder die Übeltäter.
Die Ermittlungen der Polizei laufen bereits. Kurz nach dem Abpfiff suchte der HSV-Trainer die Kabine von Schiedsrichter Martin Petersern auf und teilte dem Referee sein Unverständnis mit. Aus Polzins Sicht hätte der Schiedsrichter kurz vor dem Tor das Einsteigen von Paderborns Felix Götze gegen HSV-Verteidiger Warmed Omari ahnden müssen. Doch während der Coach seinen Frust auf kultivierte Art und Weise äußerte, brannten bei einigen HSV-Fans die Sicherungen durch.
Rund 1500 Anhänger hatten ihre Mannschaft nach Ostwestfalen begleitet und fielen zunächst nur durch ihren Support auf. 90 Minuten lang unterstützten sie ihre Mannschaft und gaben ihr Rückendeckung. Auch nach dem Abpfiff setzte es trotz der Niederlage keine Pfiffe. Doch es ist, wie in wohl jeder Gruppe: Nicht alle wissen sich zu benehmen, schon mal gar nicht, wenn die Nerven blank liegen.
Nachbarn von HSV-Profi in Angst:Dieser Neuzugang ist das Gesicht des HSV-AufschwungsNach dem Abpfiff machte in sozialen Medien zügig ein Bild die Runde, das aus den Toiletten des Gäste-Bereich in der Home Deluxe Arena stammt. Darauf sind zwei komplett zerstörte Waschbecken zu sehen. Tatsächlich aber ist der Schaden noch viel größer. Nach MOPO-Informationen wurden nicht nur Waschbecken, sondern auch mehrere Pissoirs und Toilettenschüsseln zerstört.
Augenzeugen berichten von einem totalen Chaos. Der SC Paderborn reagierte umgehend und schaltete die Polizei ein, bei der er Anzeige gegen Unbekannt erstattete. Blanke Zerstörungswut: So sah es in der Toilette des Paderborner Gäste-Bereichs nach dem HSV-Spiel aus. Die Gastgeber des HSV sind fassungslos ob der Vorfälle und stehen vor einem Problem: Es muss eine kurzfristige Lösung her.
Bereits am Mittwoch gastiert der VfB Stuttgart in der zweiten Runde des DFB-Pokals beim SCP. Bis dahin sollten die Anlagen möglichst wiederhergestellt sein. Momentan gilt es noch als völlig offen, ob das funktionieren kann. Derweil ermittelt die Polizei und versucht herauszufinden, wer den Schaden angerichtet hat.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Toiletten nur bedingt mit Überwachungskameras ausgestattet sind, um die Privatsphäre von Personen nicht zu verletzten. Sollten die Vandalen identifiziert werden können, droht ihnen ein Verfahren wegen Sachbeschädigung. Die Chancen werden allerdings als eher gering eingestuft. Wer aber kommt für die Kosten auf?
Ersten Schätzungen zufolge dürfte der Schaden in den Bereich eines niedrigen fünfstelligen Bereichs fallen. Die Vereine befinden sich nach MOPO-Informationen im Austausch. Auch hier steht und fällt alles mit der Tätererkennung. Sollten die Übeltäter identifiziert werden können, dürfte der HSV die Strafen auch direkt weiterreichen.
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