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Was kann man sich von Achtungserfolgen kaufen? Vielleicht ein wenig Hoffnung, wenn der nach sechs Spieltagen verfrühte Blick auf die Tabelle der Basketball-Bundesliga den vorletzten Platz ausweist. Dort rangieren seit Sonntagabend die Veolia Towers Hamburg, nachdem sie eine Woche nach der Pokal-Pleite (63:85) daheim auch die Liga-Partie beim FC Bayern München mit 77:96 (23:27, 18:15, 12:29, 24:25) verloren.
Die Partie glich diesmal erst nach der Halbzeit einer Kopie der Vorwoche, als die Bayern mit einem frühen 17:0-Lauf alles klargemacht hatten. Nun agierten die Wilhelmsburger für 20 Minuten auf Augenhöhe mit dem Vizemeister, weil sie bis dahin mehr als die Hälfte ihrer Dreier verwandelten (7/13). „Wir sind mit einer Menge Energie rausgekommen. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft“, lobte Co-Trainer Jacob Hollatz zur Halbzeit.
Sein in Diensten der Münchener stehender Welt- und Europameister-Bruder Justus sorgte nach dem Seitenwechsel mit sehenswerten Vorlagen für eine Klarstellung der Kräfteverhältnisse. Hinzukam, dass die Quote der Gäste aus der Distanz auf 39 Prozent (13/33) fiel.
Generell fiel auf, dass die Hamburger häufig dann Probleme in der Offensive bekamen, wenn sie anstelle schneller Gegenstöße ins geordnete Spiel gehen mussten. Die Guards Zakai Zeigler und Noah Thomasson, der nach 17 Fehlwürfen in Serie immerhin mal wieder zwei Dreier traf, tun sich im Abschluss weiterhin schwer.
Insofern ergibt die Transferstrategie der Towers auch Sinn. Zwar steht fest, dass der aus dem Spieltagskader aussortierte Trey Wade – ihn ersetzte in München Doppellizenzspieler Jamil Muttilib von Kooperationspartner SC Rist Wedel – gegen einen externen Zugang ausgetauscht werden soll. Wahrscheinlicher ist nach Abendblatt-Informationen derzeit jedoch, dass schon recht bald ein neuer Combo Guard für Entlastung sorgen wird.
Veolia Towers Hamburg: Muenkat (15 Punkte/10 Rebounds), Ogbe (12), Rich (12), Thomasson (10), Breunig (9), Kangudia (6), Muttilib (6), Theis (4), Zeigler (3/7 Assists), Pavrette, Marshall.