Zurück
Der FC Bayern erlebt derzeit außergewöhnliche Wochen. Während die Münchner sportlich weiterhin auf Erfolgskurs sind und Harry Kane mit seinem Ballon-d’Or-Triumph für einen historischen Höhepunkt gesorgt hat, wird der Verein gleichzeitig von mehreren persönlichen Schicksalsschlägen erschüttert. Nach dem deutlichen 6:1-Erfolg im DFB-Pokal gegen den 1. FC Magdeburg hat Vorstandschef Jan-Christian Dreesen nun den bemerkenswerten Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft hervorgehoben.
Besonders der Trauerfall in der Familie von Joshua Kimmich sowie die gesundheitlichen Probleme von Cheftrainer Vincent Kompany beschäftigen den deutschen Rekordmeister. Hinzu kommt die weiterhin schwierige Situation mit verletzten Spielern wie Jamal Musiala, Luis Diaz und Manuel Neuer.
Trotz dieser Belastungen präsentiert sich die Mannschaft auf dem Platz weiterhin erfolgreich. Für Dreesen ist das alles andere als selbstverständlich. „Das ist schon unfassbar, diese Bandbreite. Das muss man erst mal verpacken“, erklärte der Bayern-Boss mit Blick auf die emotionalen Gegensätze der vergangenen Wochen.
Besonders angetan zeigte sich der Vorstandsvorsitzende davon, wie geschlossen die Münchner mit den schwierigen Umständen umgehen. „Was mich wirklich beeindruckt, ist, dass die Mannschaft das so gut wegsteckt, dass der Staff, der Trainerstab, auf diese Art und Weise damit umgeht“, betonte Dreesen.
Für den 59-Jährigen ist die aktuelle Situation ein Beleg dafür, dass der Zusammenhalt beim FC Bayern stimmt.
Während Kompany aufgrund seiner Erkrankung vorerst nicht an der Seitenlinie stehen kann, hat Co-Trainer Aaron Danks die Verantwortung für die Mannschaft übernommen.
Auch auf dem Platz lassen sich die Münchner bislang nicht aus der Ruhe bringen. Nach dem Bundesliga-Erfolg beim SC Freiburg folgte am Mittwochabend der souveräne Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals.
Dreesen sieht in der Geschlossenheit des gesamten Teams einen entscheidenden Faktor dafür, dass die Bayern trotz der schwierigen Begleitumstände weiterhin erfolgreich sind.
Besonders emotional ist die Situation rund um Joshua Kimmich. Der 31-Jährige fehlt dem Rekordmeister seit mehr als einer Woche aufgrund eines Trauerfalls in der Familie. Auch beim Pokalerfolg gegen Magdeburg stand der deutsche Nationalspieler nicht zur Verfügung. Es war bereits sein drittes Pflichtspiel in Folge, das er verpasste.
Dreesen machte deutlich, dass die Mannschaft in dieser schwierigen Phase auch für ihren abwesenden Führungsspieler zusammensteht.
Der Vorstandschef zeigte sich überzeugt, dass es Kimmich guttue, zu sehen, wie seine Teamkollegen füreinander einstehen und auch ohne ihn erfolgreich sind.
Wann der Mittelfeldspieler wieder auf den Platz zurückkehren wird, ist weiterhin offen. Sportvorstand Max Eberl hatte vor dem Pokalspiel allerdings Hoffnung auf ein baldiges Comeback gemacht.
Mit Borussia Dortmund wartet am Samstag bereits die nächste große Herausforderung auf die Bayern.
Unabhängig davon, ob Kimmich dann wieder zur Verfügung steht, ist für Dreesen eines bereits deutlich geworden: Die Mannschaft funktioniert derzeit nicht nur sportlich, sondern zeigt auch in menschlich schwierigen Momenten einen außergewöhnlichen Zusammenhalt.