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Statt gegen den Abstieg spielt Werder Bremen in dieser Saison bislang um die Europapokalplätze mit. Nach acht Spielen stehen die Grün-Weißen auf einem starken fünften Platz und haben zudem seit sieben Spielen nicht mehr verloren.
Das größte Rampenlicht bekommt dabei Niclas Füllkrug ab. Der 33-Jährige steht aktuell an der Spitze der Torjägerliste der Bundesliga und wurde kürzlich wieder für die Nationalmannschaft nominiert. Im ganzen Hype um Füllkrug geht fast etwas unter, dass Werder mit Marco Grüll auch den Top-Vorlagengeber der Liga in seinen Reihen hat.
Den Österreicher hätten viele Werder-Fans im Sommer am liebsten noch verkauft. Doch der Flügelstürmer blieb und begeistert jetzt die grün-weißen Anhänger. Im Gespräch mit Sky Sport verrät er jetzt das Bremer Erfolgrezept.
"Wir geben als Einheit Gas und jeder ist für jeden da. Bei uns darf auch mal jemand einen Fehler machen, ohne dass gleich Diskussionen aufkommen", lenkt Grüll den Fokus vor allem auf das mannschaftliche Gefüge.
"Ich glaube, wenn einer eine schlechte Aktion hat, wollen zehn andere das wieder ausbügeln. Das sieht man auch bei den Spielern, die gerade nicht spielen und auf der Bank sitzen. Wie die mitgehen und die Mannschaft anfeuern, ist schon bemerkenswert", ergänzt er.
Dass Grüll in dieser Saison durchstartet, hat auch damit zu tun, dass er endlich auf seiner Lieblingsposition eingesetzt wird: auf dem linken Flügel. Trainer Daniel Thioune beendete die Positionsexperimente der letzten Saison mit dem 28-Jährigen – ein goldener Kniff. "Wir hatten schon ein Gespräch, in dem ich ihm gesagt habe, dass Linksaußen meine beste Position ist. Dort habe ich eigentlich immer gespielt", erklärt Grüll.
Gleichzeitig stellt er sich trotzdem weiter in den Dienst der Mannschaft: "In der Situation, in der wir vergangene Saison waren, habe ich aber dort gespielt, wo der Trainer mich gebraucht hat. Das würde ich natürlich auch weiterhin machen. Aber ich glaube, dass er inzwischen selbst sieht, wo meine Stärken am besten zur Geltung kommen."
Damit steht Grüll exemplarisch für die Einstellung und den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Wohin dieser Weg für die Grün-Weißen führt? Abwarten, aber in Bremen wären sie schon froh, wenn man mit dem Abstieg in diesem Jahr nichts zu tun haben wird – und danach sieht es aktuell ja auch aus.