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(Motorsport-Total.com) - Max Verstappen muss den Grand Prix von Sao Paulo vom Ende des Feldes in Angriff nehmen. Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies bestätigte vor dem dritten Freien Training, dass der viermalige Formel-1-Weltmeister eine Motorstrafe erhält. Damit wird Verstappen in Brasilien weit zurückversetzt - eine Ausgangslage, mit der er in Interlagos allerdings bereits Erfahrung hat.
Max Verstappen muss beim Großen Preis von Sao Paulo von hinten starten Zoom
"Wir werden bei Max eine Motorstrafe nehmen müssen. Er wird von hinten starten - eine Position, die er von den vergangenen beiden Jahren hier sehr gut kennt", erklärt Mekies gegenüber Sky.
Der Red-Bull-Teamchef erinnert dabei an Verstappens frühere Aufholjagden in Brasilien: "In der Vergangenheit hat er von hinten schon einige Wunder vollbracht, und wir sind sicher, dass ihm auch dieses Jahr wieder ein paar gelingen werden." Für den Rennsonntag ist Regen vorhergesagt.
Für Verstappen ist die Strafe ein Rückschlag in einem ohnehin wichtigen Wochenende. Nach seinem Sieg beim vergangenen Grand Prix in Mexiko liegt der Niederländer in der Fahrer-WM auf Rang zwei. Der Kampf um diese Position ist allerdings noch eng: Zwischen Verstappen auf Platz zwei und Charles Leclerc auf Rang fünf liegen lediglich 16 Punkte.
Die Entscheidung zur Motorstrafe fällt vor dem Hintergrund eines schwierigen Freitags für Red Bull. Nach dem zweiten Freien Training hatte Strategiechefin Hannah Schmitz erklärt, dass das Team mehrere Änderungen am Auto Verstappens prüfe.
"Wir schauen uns verschiedene Änderungen an Max' Auto an. Es gab einige Dinge, mit denen er nicht zufrieden war. Wir wissen aber, worum es geht, und können deshalb daran arbeiten", so Schmitz.
Mekies betonte vor dem dritten Training allerdings, dass die grundsätzliche Pace des Autos nicht schlecht gewesen sei. "Der Freitag ist immer harte Arbeit. Es war überhaupt nicht schlecht. Die Pace des Autos war ordentlich", erklärt der Franzose.
Dass Verstappen am Funk häufig Kritik äußerte, sei aus Sicht des Teams Teil der üblichen Detailarbeit. Red Bull versuche freitags, möglichst viel Rundenzeit aus dem Paket herauszuholen und sämtliche Bereiche zu optimieren.
"In vielerlei Hinsicht haben wir uns in diesem Jahr gerade deshalb weiterentwickelt, weil wir diesen Geist haben, alles zu hinterfragen und nach Verbesserungen zu suchen. Gestern war das nicht anders. Hoffentlich haben wir das Auto heute in eine bessere Position gebracht", so Mekies.
Verstappen ist nicht der einzige Fahrer aus der Spitzengruppe, der in Brasilien mit einer schlechteren Startposition rechnen muss. Mercedes-Pilot George Russell erhält eine Rückversetzung um fünf Plätze. Auch Hamilton und Leclerc werden eine Strafe kassieren, deren genauer Umfang allerdings noch nicht feststeht.
Damit könnten die Gridstrafen erheblichen Einfluss auf den Kampf um die verbleibenden WM-Plätze haben. Kimi Antonelli hatte sich mit seinem Titelgewinn in Mexiko bereits vorzeitig zum Weltmeister gekrönt. Dahinter ist die Entscheidung aber noch offen.
Bei Ferrari verlief das dritte Freie Training zudem nicht ohne Zwischenfall. Lewis Hamilton musste seinen SF-26 vorzeitig an die Box bringen, nachdem Rauch ins Cockpit gelangt war.
Am Funk meldete der Brite: "Ich habe Rauch im Cockpit, ich komme rein." Die Sorge war offenbar berechtigt: Auch von außen war deutlich zu erkennen, dass der Ferrari rauchte. Für Hamilton bedeutete das eine Unterbrechung seines Trainingsprogramms zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.
Der Vorfall kommt für Ferrari zu einem ohnehin schwierigen Wochenende. Bereits am Freitag hatte die Scuderia mit schwacher Pace und Problemen bei der Fahrzeugbalance zu kämpfen. Nun kommt auch noch ein technischer Zwischenfall sowie zwei Gridstrafen hinzu.