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Nach seinem Einzug ins Halbfinale der ATP-Masters Shanghai hat sich Alexander Zverev bezüglich einer Kontroverse einsichtig gezeigt und seinen Kritikern recht gegeben.
Seine umstrittene Angewohnheit, den Ball vor eigenen Aufschlägen zahlreich auftippen zu lassen, findet die designierte Nummer eins der Tennis-Weltrangliste selbst "etwas unnötig".
"Ich weiß nicht warum, aber ich tippe den Ball in diesem Jahr sehr oft auf", sagte Zverev nach seinem souveränen Erfolg über Alex de Minaur im Viertelfinale. Die Anfänge seien auf die US Open zurückzuführen. Wie es dazu kam, wisse er aber selbst nicht. "Ich bin mir dessen bewusst und versuche, daran zu arbeiten", sagte der 29-Jährige.
Die Kontroverse um sein auffallend langes Balltippen war bei Zverevs US-Open-Triumph regelrecht hochgekocht. Halbfinal-Gegner Karen Khachanov erklärte beispielsweise: "Man weiß gar nicht, wie man sich auf den Aufschlag vorbereiten soll." Auch Boris Becker übte Kritik und forderte gar Konsequenzen. "Man braucht dringend eine Regeländerung, wie lange der Spieler Zeit hat vor dem zweiten Aufschlag", sagte die deutsche Tennis-Legende.
Die aktuellen Regeln beinhalten keine Zeitbegrenzung beim zweiten Aufschlag, während der erste Versuch von einer 25-Sekunden-Shotclock limitiert wird. Zverev betonte gleichwohl, dass er weder das Regelwerk ausnutzen würde noch eine neue Routine habe: "Nein, ich schlage einfach auf, wenn es sich richtig anfühlt."
Zugleich bekundete Zverev, dass er sich bereits gebessert habe. "Falls es Euch aufgefallen ist: Ich mache es mittlerweile weniger als in New York. Ich denke, dass es dort ein bisschen ins Extreme gegangen ist", erklärte er.
In Shanghai wartet auf Zverev am Samstag der Spanier Alejandro Davidovich Fokina. Mit einem Einzug ins Finale würde er den Prozess, an die Spitze der Tennis-Weltrangliste zu klettern, beschleunigen. Gesamtführender Jannik Sinner hat seine Saison wegen einer Knieverletzung bereits beendet, Zverevs Verfolger Carlos Alcaraz liegt zu weit zurück.