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Zum Lusail Circuit hat Fabio Di Giannantonio schon länger eine besondere Beziehung, mit seinem Sieg im Grand Prix von Katar 2023 rettete er seine MotoGP-Karriere. Auch dieses Jahr präsentiert er sich unter Flutlicht in der Wüste am Persischen Golf sehr stark: Nach der Bestzeit am Freitag qualifizierte sich der Italiener für Startplatz 3 und sah im Sprint über zehn Runden als Zweiter die Zielflagge – 0,862 sec hinter Sieger und WM-Leader Marc Marquez (Ducati Lenovo).
«Diggia» rang in den letzten Runden den über sich hinauswachsenden Jorge Martin (Aprilia) nieder und sagte: «Diese Strecke ist unglaublich, ich liebe das Fahren hier, in dem Rennen ging es wild zur Sache. Ich bin extrem beeindruckt von Jorge, was er geleistet kann, kann ich kaum glauben, so gut fuhr er. Ich gab mein Bestes und zeigte eine starke Leistung. Schade, dass sich eine Lücke zu Marc auftat, ich konnte ihn gegen Ende nicht mehr einfangen.»
Als die Top-3 des Rennens – Marc Marquez, Diggia und Jorge Martin – bei der Siegerehrung ihre Medaillen in Empfang nahmen und anschließend für die Fotographen posierten, klingelte bei Fabio das Telefon: Teamchef Valentino Rossi war per Videoanruf am Apparat und gratulierte!
«Ich kann stolz sein, was ich erreicht habe», grinste Di Giannantonio. «Direkt nach dem Rennen dachte ich, dass ich eventuell eine Möglichkeit verspielt habe, weil ich mich für andere Reifen entschied. Ich hatte für den Neustart keinen weichen Hinterreifen mehr und musste einen mittelharten nehmen. Doch mit Wenn und Aber komme ich nicht weiter. Trotzdem hatte ich einen starken Rhythmus und konnte Martin vor dem Ende überholen. Dass er mit gebrochenem Arm fährt und nur 50 Meter hinter mir ins Ziel kommt, ist sehr eindrucksvoll!»
Mit Platz 3 beim Mexiko-GP hat sich Kimi Antonelli zum jüngsten der nunmehr 36 Formel-1-Weltmeister gemacht. Der 20-jährige Italiener ist auf Rekordjagd. Die Tifosi träumen von Antonelli im Ferrari.
Mit seinen neun Punkten aus dem Sprint hat Di Giannantonio jetzt 274 auf dem Konto und bleibt damit WM-Sechster. Zum vor ihm platzierten Ai Ogura (Trackhouse Aprilia) fehlen aber nur noch sieben Punkte. Und zu Pedro Acosta (Red Bull KTM) auf dem fünften Gesamtrang auch nur 25.
Jorge Martin
Foto: Gold and Goose Photography
Fabio di Giannantonio
Foto: Gold and Goose Photography
Marc Márquez
Foto: Gold and Goose Photography
Sprint - Fabio di Giannantonio, Marc Márquez & Jorge Martin
Foto: Gold and Goose Photography
Willkommen zum Rennwochenende in Katar
© Gold and Goose