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Unter dem Titel „Courtside Couture“ hat die WTA für die diesjährige Ausgabe der Finals in Indian Wells ein neues Konzept vorgestellt. Statt des gewohnten gemeinsamen Fotos aller acht Teilnehmerinnen sollen individuelle Porträts und kleinere Gruppenaufnahmen entstehen.
Damit wolle der Verband die Persönlichkeit und den individuellen Stil der Spielerinnen stärker in den Mittelpunkt rücken. Doch hinter der kreativen Neuausrichtung steckt vermutlich mehr als nur eine neue Bildsprache.
Medienberichten zufolge soll Elina Svitolinas abwehrende Haltung gegenüber russischen und belarussischen Spielerinnen eine Rolle gespielt haben. Die Ukrainerin lehnt seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf ihr Heimatland den Handschlag mit Gegnerinnen aus diesen Ländern ab und meidet auch gemeinsame Werbeauftritte.
Die WTA Finals finden vom 8. bis 15. November im Indian Wells Tennis Garden statt. Acht Spielerinnen kämpfen dort um den prestigeträchtigen Saisonabschlusstitel. Doch wieder einmal rückt die Frage in den Vordergrund, wie weit politische Konflikte das gemeinsame Auftreten auf der Tour beeinflussen sollen.
Da ein Foto ein öffentliches Symbol für Zusammengehörigkeit darstellt, kann eben auch die Entscheidung gegen ein solches Bild schnell zum Politikum werden.
Besonders brisant ist die Konstellation bei den diesjährigen Finals, denn Svitolina trifft in der Gruppenphase auf die Russin Mirra Andreeva und die Belarussin Aryna Sabalenka. Komplettiert wird die Gruppe von der Tschechin Karolina Muchova.
Von Isabella Walser-Bürgler