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Mario Basler zweifelt an den offiziellen Gründen für Markus Krösches Abschied von Eintracht Frankfurt und vermutet bislang unbekannte interne Vorgänge.
Frankfurt – Die Nachricht über die Trennung von Eintracht Frankfurt und Sportvorstand Markus Krösche kam am Sonntag wohl für viele überraschend – so auch für Ex-Nationalspieler Mario Basler. In seinem Podcast „Basler ballert“ rätselte der 57-Jährige nun über die Gründe für das Krösche-Aus. Er vermutet, dass mehr hinter der Entscheidung stecken muss, als gerade bekannt ist.
Auf der Mitgliederversammlung am Montagabend legte Krösche den Mitgliedern offen, weshalb er sein Amt vorzeitig zur Verfügung stellt: „Ich habe mir in den letzten Wochen Gedanken über meine Arbeit und den Anspruch an meine Arbeit gemacht. Und über den Anspruch, den Eintracht Frankfurt, den ihr an meine Arbeit haben müsst und sollt. Ich habe lange nachgedacht und kam zum Schluss, dass ich nicht mehr den besten Job für Eintracht Frankfurt machen kann, weil mir die Durchschlagskraft fehlt.“
Seit Sommer 2021 arbeitete Krösche bei der SGE. Er führte den Klub sportlich aus dem Mittelmaß nach oben, gewann 2022 die Europa League und qualifizierte sich zweimal für die Champions League. Außerdem kassierte er Rekordeinnahmen für Spieler wie Ekitike, Marmoush und Kolo Muani. Angesichts der aufgelisteten Erfolge fällt Basler eine rein sportliche Erklärung deshalb schwer.
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„Da müssen ja andere Dinge passiert sein“, sagte der ehemalige Fußball-Profi in seinem Podcast. „Es gibt bestimmt Dinge, die wir vielleicht auch nicht wissen.“ Er ist zudem davon überzeugt, dass sich niemand einfach über Nacht zum Rückzug entscheidet. Gerüchte um einen Abgang gab es in ganz Fußballeuropa zwar schon seit dem Spätsommer, eine offizielle Bestätigung fehlte allerdings – bis jetzt. Und diese kam dann doch etwas abrupt und unerwartet.
Nach sechs Spieltagen stehen die Hessen in der aktuellen Bundesliga mit nur acht Punkten auf Rang elf. Ein möglicher Faktor wäre die Statistik zwar schon, Basler sieht darin aber noch lange keinen Grund. Er verweist auch auf die Bilanz der vergangenen Jahre. Dass diese nach dem schwachen Start nichts mehr zu zählen scheint, treibt ihn um. „Ob du vier Jahre vorher die Europa League gewinnst“, sagte er, „das interessiert dann nicht.“
Fussballeuropa zitiert einen Kicker-Bericht zu möglichen Gründen. Demnach sollen weitere Faktoren eine Rolle spielen. Genannt werden Krösches Wahl für Albert Riera als Trainer, sowie private Immobiliengeschäfte. Außerdem nennt er das Schweigen Rieras nach Gerüchten um AC Mailand. Ob wirklich mehr hinter dem Vertrags-Aus steckt und Krösche selbst oder der Verein noch mehr Details kundgeben, bleibt abzuwarten. (adp)