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Der erste Supersport-Weltmeister, der aus der Moto2 kam, war 2018 Sandro Cortese. Seither gewannen mit Ausnahme von Adrian Huertas 2024, der über die Supersport-300-WM in die mittlere Hubraumkategorie aufstieg, mit Randy Krummenacher (2019), Andrea Locatelli (2020), Dominique Aegerter (2021, 2022), Nicolo Bulega (2023), Stefano Manzi (2025) und Albert Arenas (2026) nur Fahrer den Titel, die im GP-Paddock ausgebildet wurden.
Über die Jahre kristallisierte sich heraus, dass die Supersport-300-Klasse für die Schulung zukünftiger Supersport-Fahrer ungeeignet ist, sie wurde dieses Jahr durch die Sportbike-Kategorie mit deutlich schwereren und leistungsstärkeren Bikes ersetzt. Die ersten Früchte werden bereits geerntet: Vizeweltmeister David Salvador wird von Kawasaki für 2027 ins Supersport-Werksteam befördert und sich dort die Box mit dem ehemaligen Moto3-Champion Jaume Masia teilen. Seither haben sich weitere Fahrer und Teams für 2027 geeinigt.
GMT94, neben der Weltmeistertruppe von AS das zweite von Yamaha unterstützte Team, macht mit dem WM-Siebten Roberto Garcia weiter und hat dessen spanischen Landsmann Unai Orradre unter Vertrag genommen. Der 22-Jährige wurde in der Supersport-300-WM groß, hat dort ein Rennen gewonnen und vier Podestplätze erobert. Ab 2021 fuhr er ohne nennenswerte Erfolge in den WM-Klassen Supersport, Moto2 und MotoE – in den beiden letztgenannten nur sporadisch. Der Deal mit GMT94 ist für Orradre eine große Chance, weil er damit bei Yamaha einen Fuß in die Türe bekommt.
Bis die neue Sportbike-Klasse zu einem Füllhorn von Talenten wird, vergehen Jahre. Gescheiterte Fahrer aus dem GP-Paddock bleiben für die Supersport-WM-Teams also weiterhin interessant, wie nach Zonta van den Goorbergh (QJ Motor Ten Kate) und Ayumu Sasaki (Renegade Triumph) zwei weitere aktuelle Beispiele zeigen.
Das Team Compos Triumph hat den Japaner Ryusei Yamanaka verpflichtet, der in sieben Saisons Moto3 nie über den neunten Gesamtrang hinauskam. Mit 24 Jahren nimmt ihn kein Moto3-Team mehr und für die Moto2 konnte er sich nicht empfehlen. Yamanaka wird Teamkollege des Tschechen Ondrej Vostatek, womit alle sechs Triumph-Fahrer feststehen. Neben diesem Duo sind das Tom Booth-Amos und Sasaki im Werksteam sowie Aegerter und Joshua Whatley bei PTR .
Davide Giugliano hat sich für sein Ducati-Team den Italiener Dennis Foggia geangelt. Der 25-Jährige wurde 2021 Vizeweltmeister in der Moto3 und im Jahr darauf WM-Dritter. 2023 stieg er in die Moto2 auf, kehrte für 2025 in die Moto3 zurück und versucht sich in diesem Jahr erneut in der Moto2 – ohne Erfolg und mit bislang null Punkten. D34G bietet ihm einen alternativen Karriereweg, der im Idealfall in der Superbike-WM endet.
Kawasaki: Jaume Masia (E), David Salvador (E)
Motozoo Suzuki: Mattia Casadei (I)
ZX Moto: Valentin Debise (F), Federico Caricasulo (I)
Honda: Ana Carrasco (E), Perolari?
QJ Motor Ten Kate: Can Öncü (TR), Zonta van den Goorbergh (NL)
AS Yamaha: Jeremy Alcoba (E), Aldi Mahendra (IND)
GMT94 Yamaha: Roberto Garcia (E), Unai Orradre (E)
Kofler Yamaha: Andreas Kofler (A)
VFT Yamaha: Filippo Farioli (I)
PTR Triumph: Dominique Aegerter (CH), Joshua Whatley (GB)
Renegade Triumph: Tom Booth-Amos (GB), Ayumu Sasaki (J)
Compos Triumph: Ondrej Vostatek (CZ), Ryusei Yamanaka (J)
Feel Ducati: Philipp Öttl (D)
Orelac Ducati: Marcos Ramirez (E), noch offen
WRP Ducati: Matteo Ferrari (E), noch offen
Althea Ducati: Alessandro Zaccone (I), noch offen
D34G Ducati: Dennis Foggia (I)