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1. FC Garmisch-Partenkirchen verspielt 2:0-Führung gegen Deisenhofen II
Garmisch-Partenkirchen – Ein Schrei, hochgerissene Arme, glückselige Körper, die sich auf den Rasen sinken lassen, ehe die freudestrahlenden Kollegen zum Gratulieren herbeieilen. Die Szenen nach den beiden Toren von Philipp Solleder und Lukas Ende glichen sich wie ein Ei dem anderen. Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen erarbeitete sich im Heimspiel gegen den FC Deisenhofen II mit einer 2:0-Führung eigentlich das entscheidende Argument. Endlich wieder ein Heimsieg in der Fußball-Bezirksliga Süd? Immerhin liegt der letzte und bislang einzige Saisonerfolg am Gröben bereits zwei Monate zurück. Doch es reichte nur zum 2:2.
Das Remis mag für den 1. FC angesichts seiner prekären Tabellensituation ernüchternd wirken. Unter Berücksichtigung aller Faktoren wie Spielanteile, Chancenverhältnis, vor allem aber des Vorsprungs der Gäste in puncto fußballerischer Qualität, ist es ein Ergebnis, das die Garmisch-Partenkirchner akzeptieren müssen. Trotzdem klagte Coach Stefan Schwinghammer hinterher: „Defensiv wie offensiv haben wir uns am Schluss selbst geschlagen.“
Was wäre das für ein Moment für Fabian Rotter gewesen, hätte er auf der Zielgeraden dieser Partie zum 3:2 getroffen? Allzu schwierig war die Situation nicht. Ein diagonales Zuspiel von Mohamed Karim durch den Strafraum eröffnete Rotter die große Chance zur Führung. Das Tor der Gäste war nahezu verwaist. Doch der ehemalige Mittenwalder setzte seinen Direktschuss an den Kopf des einzig verbliebenen Abwehrspielers. „Sehr bitter für den Rotti. Wenn er den Ball stoppt, kann er ihn ins leere Tor schießen.“
Verglichen mit den Ereignissen nach dem Seitenwechsel wirkte der erste Spielabschnitt wie ein lockeres Warmlaufen. Deisenhofen verfügte über die besseren Fußballer, die Gastgeber verbuchten nach anfänglichen Schwierigkeiten die hochwertigeren Chancen. Solleder verpasste zunächst knapp ein Zuspiel von Jonas Poniewaz. Dann schlitterte Robin Reiter haarscharf am Ball vorbei. Minuten vor der Pause zielte erneut Solleder einen Hauch zu ungenau. Die drei gefährlichen Abschlüsse der Gäste entschärfte Keeper Jakob Erhard in starker Manier.
Dann nahm die Begegnung Fahrt auf. Solleder verwertete eine Kopfballablage von Momo Ndiaye – 1:0. Fünf Minuten später legte Ende nach einer kurz zuvor vergebenen Großchance gekonnt nach. Er verzögerte den Abschluss so lange, bis die Schussbahn frei war. Doch schon im Gegenzug schlug es hinter Erhard ein. Michael Naber verlor das Kopfballduell, die übrige Hintermannschaft war gedanklich wohl noch mit dem Jubeln beschäftigt. Wenig später verteilte der 1. FC noch ein weiteres Geschenk, ermöglichte so den Ausgleich. „Legen wir ihnen selbst vor“, rügt Schwinghammer.