Zurück
Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
In der Kärntner Liga hat SC Landskron das Heimspiel gegen FC Moden Illiasch Lendorf mit 3:0 gewonnen. Beim 2:0 zur Pause legten die Gastgeber laut Trainer Stefan Stresch schon den Grundstein, weil sie sehr präsent waren, gegen den Ball diszipliniert arbeiteten und die gefährlichen Umschaltmomente des Gegners über weite Strecken gut aus dem Spiel nahmen.
Landskron zog die Partie vor allem in einer starken ersten Halbzeit auf seine Seite. Stresch sprach davon, dass seine Mannschaft "sehr präsent am Platz" gewesen sei und sich das 2:0 bis zur Pause sauber erarbeitet habe. In der 31. Minute brachte Philipp Gatti die Gastgeber in Führung. Der Trainer beschrieb die Entstehung so, dass sich seine Mannschaft zunächst über den Halbraum durchsetzte, den Ball dann über den Flügel zur Mitte brachte und dort vollendete. Nur drei Minuten später legte David Gräfischer das 2:0 nach. Diesmal entstand der Treffer laut Stresch aus einem Umschaltmoment, den Landskron wieder über die Seite in die Box tragen konnte. Dass die Gastgeber binnen kurzer Zeit zweimal trafen, passte für den Coach gut zu einem ersten Durchgang, in dem Landskron "die bessere Mannschaft" gewesen sei.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild erwartbar. Lendorf musste mit dem 0:2 im Rücken mehr riskieren und kam laut Stresch "aggressiv ins Spiel", weil der Anschlusstreffer natürlich hermusste. Landskron wurde dadurch ein Stück weit in die Defensive gedrängt, verlor aber nicht die Ordnung. Gerade das hob der Trainer nach dem Schlusspfiff deutlich hervor. "Wir haben das trotzdem gut verteidigt und versucht, dem Gegner so wenig wie möglich zuzulassen", sagte er. Die Gastgeber hatten in dieser Phase nicht mehr denselben Zugriff wie vor der Pause, blieben aber kompakt und ließen sich nicht in die offenen Räume ziehen. Als David Gräfischer in der 78. Minute auf 3:0 stellte, war die Partie aus Sicht von Stresch praktisch entschieden. Der dritte Treffer nahm der Schlussphase die Spannung und machte aus einer kontrollierten Leistung auch ein klares Ergebnis.
Der rote Faden in den Aussagen des Landskron-Trainers lag dabei weniger nur bei den drei Toren als vielmehr im Verhalten seiner Mannschaft gegen den Ball. Stresch erklärte, sein Team habe genau in jenen Situationen gut gearbeitet, in denen Lendorf gefährlich werden könne. "Wir haben es gegen den Ball sehr diszipliniert gemacht", sagte er und führte weiter aus, dass seine Spieler schnell wieder in die Positionen gekommen seien, sich gut fallen gelassen hätten und die Umschaltmomente des Gegners weitgehend verhindern konnten. Dazu kam aus seiner Sicht ein sauber geschlossenes Zentrum, viel Präsenz in den Zweikämpfen und bei den zweiten Bällen. Auch mit Ball sah der Coach vieles, was ihm gefiel. Landskron habe gute Lösungen gefunden, sei über die Halbräume in offene Stellungen gekommen und habe den freien Fuß gesucht, um die Außenspieler in gute Situationen zu bringen. Genau diese Mischung erklärte für ihn, warum die Partie früh in die richtige Richtung lief.
Unter dem Strich stand für Landskron damit nicht nur ein 3:0, sondern auch ein Auftritt, den Stresch in seiner Gesamtheit schlüssig erklärte. Er verschwieg zwar nicht, dass seine Mannschaft "die eine oder andere Situation etwas zu ungeduldig" gespielt habe, im Gesamtbild sprach er aber von einer "sehr guten ersten Halbzeit" und von einer Leistung, die auf Kompaktheit, Arbeit gegen den Ball und guten Lösungen in Ballbesitz aufgebaut war. Für die Tabelle ist der Heimsieg ebenfalls wichtig. Nach zwölf Runden hält Landskron nun bei 23 Punkten und bleibt damit als Vierter in unmittelbarer Nähe zur Spitzengruppe. Das Ergebnis gegen Lendorf war also mehr als nur ein klarer Nachmittag am Papier. Es war ein Auftritt, bei dem die Gastgeber früh die Kontrolle übernahmen, nach der Pause standhielten und sich am Ende auch deutlich dafür belohnten.
78
David Gräfischer 3:0
David Gräfischer 2:0
Philipp Gatti 1:0