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Hassia Dieburg profitiert in der Fußball-Kreisoberliga vom eigenen Sieg und der kurzfristigen Absage der Partie der SSV Brensbach. Gegner TS Ober-Roden II kann kein Team stellen.
Michael Sobota
Dieburg/Odenwald. In der Fußball-Kreisoberliga Dieburg/Odenwald hat Hassia Dieburg nach dem 1:0-Heimerfolg über den FV Eppertshausen zumindest vorübergehend die Tabellenführung von der SSV Brensbach. Dem zugrunde liegt der kurzfristige Nichtantritt der TS Ober-Roden II in Brensbach, der der SSV zumindest aktuell die Spitzenposition genommen hat. Allerdings ist mit einem Sieg am Grünen Tisch für die Odenwälder zu rechnen. Ober-Roden hatte die Begegnung zwei Stunden vor Anpfiff abgesagt, weil das Schlusslicht keine Mannschaft zusammenbekam.
Ein Debakel erlebte die TSG Steinbach, die dem TSV Seckmauern mit 1:6 unterlag. Auch der TSV Günterfürst patzte auf eigenem Platz und unterlag Viktoria Kleestadt mit 0:2. Dagegen feierte die KSG Georgenhausen einen 2:1-Erfolg gegen Viktoria Dieburg. Der TV Fränkisch-Crumbach und die SG Ueberau trennten sich 1:1.
Hassia Dieburg – FV Eppertshausen 1:0 (1:0). Die Gäste präsentierten sich als starkes Team und schenkten der Hassia nichts. Dennoch hatten die Gastgeber im ersten Durchgang spielerische Vorteile, die Stuckert (23.) zur Führung nutzte. Mit dem Versuch, nachzulegen, scheiterte die Hassia jedoch, weil Eppertshausen in der Abwehr sicher stand. Nach der Pause wurde der FVE druckvoller, und Dieburgs Abwehr war zeitweise massiv gefordert. Glück hatte die Hassia zudem, dass die Gäste nur die Latte trafen. Mit Glück und Geschick rettete Dieburg den knappen Sieg über die Zeit.
TSG Steinbach – TSV Seckmauern 1:6 (0:3). Bereits im ersten Durchgang zeichnete sich die klare Niederlage der Gastgeber ab. Viele Fehler im Spielaufbau und ohne Durchschlagskraft hatte Steinbach nicht viel zu bestellen. Seckmauern nutzte die Schwächen der TSG konsequent aus und führte nach den Toren von Quaadt (10.), Hener (24.) sowie Wüst (39.) klar mit 3:0. Auch im zweiten Durchgang wurde es für Steinbach nicht besser. Entlastung für die überforderte Abwehr gab es nicht, weil nach vorne so gut wie nichts ging. Seckmauern bestrafte das mit weiteren Toren, für die Tarhan (48.), Klewar (63.) und Quaadt (69.) sorgten. Weitere Chancen ließen die Gäste ungenutzt, sodass Steinbach mit dem halben Dutzend Gegentoren am Ende noch gut bedient war. Sevendik (80.) sorgte für den Ehrentreffer.
TSV Günterfürst – Viktoria Kleestadt 0:2 (0:2). In die zerfahrene Partie startete Günterfürst schlecht, weil Kleestadts Herdt (6.) schnell für die Gäste-Führung sorgte. Günterfürst mühte sich vergeblich darum, eine Linie in sein Spiel zu bekommen. Kein Wunder, dass es im ersten Durchgang an Torchancen mangelte. Kleestadt dagegen spielte clever und konnte noch vor der Pause durch Weißner (36.) auf 2:0 erhöhen. Nach dem Wiederanpfiff lief es beim TSV etwas besser, doch in der Offensive blieb man ohne Durchschlagskraft. Bitter auch, dass der Gastgeber Koch (84.) verlor, der nach einer Notbremse mit Rot vom Platz musste.
TV Fränkisch-Crumbach – SG Ueberau 1:1 (1:1). In einer von Beginn an intensiv geführten Partie hatte der TV den besseren Start. Can (3.) markierte nach einem Eckball per Kopf die schnelle Führung der Gastgeber. Man konnte jedoch nicht nachlegen, weil Ueberau viel Druck aufbaute, um zum Ausgleich zu kommen. Fränkisch-Crumbachs Abwehr stand unter Druck, hielt aber zunächst stand. Schließlich musste man doch noch vor der Pause den Ausgleich hinnehmen, für den Herling (45.) sorgte. Aus der Kabine heraus kamen die Gastgeber mit viel Elan, während Ueberau dem Tempo der ersten Halbzeit Tribut zollen musste. Fränkisch-Crumbach kam immer besser ins Spiel und war vor allem in der Schlussphase drauf und dran, den Siegtreffer zu erzielen. Am Ende rettete Ueberau das Remis über die Ziellinie. Aufgrund der starken ersten Hälfte der SG ging das Remis am Ende aber in Ordnung, wie TV-Abteilungsleiter Thomas Henschke befand.
KSG Georgenhausen – Viktoria Dieburg 2:1 (0:0). Im ersten Durchgang hatte Dieburg Vorteile, auch weil Salo (7.) das schnelle 1:0 erzielte. Die Gastgeber benötigten eine Weile, den Rückstand zu verdauen. Im Angriff tat man sich allerdings schwer, sodass Dieburgs knappe Pausenführung hielt. Im zweiten Durchgang war die KSG zwar zielstrebiger, doch bedurfte es eines umstrittenen Foulelfmeters, den Weber (73.) verwandelte, um zum Ausgleich zu kommen. Nun bekamen die Gastgeber Oberwasser. Dennoch dauerte es bis kurz vor Schluss, ehe Gröger (90.) den Siegtreffer markierte.