Zurück
Carlos Alcaraz hat innerhalb von 24 Stunden in Paris eine bemerkenswerte Wende geschafft: Nachdem er im Viertelfinale bereits vor dem Aus gestanden hatte, steht der Spanier nun erstmals im Finale des Rolex Paris Masters.
Nur einen Tag nach seinem hart erkämpften Drei-Satz-Sieg gegen Taylor Fritz, bei dem er zwei Matchbälle abwehrte, setzte sich der an Nummer zwei gesetzte Alcaraz im Halbfinale deutlich souveräner gegen Casper Ruud durch. Der Spanier gewann 6:4, 6:4.
In den 86 Minuten gegen Ruud ließ Alcaraz keinen einzigen Breakball zu. Mit dem Erfolg baut er seine Bilanz im direkten Duell mit dem Norweger auf 7:1 aus.
„Ich bin wirklich glücklich und stolz auf mich“, sagte Alcaraz. „Dieses Turnier war für mich immer sehr schwierig. Jedes Mal, wenn ich hierhergekommen bin, hatte ich Probleme. Mein bestes Ergebnis war bisher das Viertelfinale. In diesem Jahr bin ich deutlich frischer, motivierter, ehrgeiziger und mit mehr Vorfreude in diese Saisonphase gegangen. Ich wollte an den Turnieren teilnehmen, auf den Platz gehen, Matches spielen und kämpfen. Ich bin sehr glücklich, dass ich das Finale erreicht habe.“
Im Finale am Sonntag wartet Ben Shelton auf Alcaraz. Im direkten Vergleich führt der Spanier mit 3:1. Das bislang letzte Duell entschied jedoch der US-Amerikaner für sich: Bei den diesjährigen US Open setzte sich Shelton in einem spektakulären Fünf-Satz-Match gegen Alcaraz durch.
„Morgen wird ein wichtiger Tag“, sagte Alcaraz. „Ich bin sehr glücklich und aufgeregt und freue mich auf das Match. Ich werde versuchen, mich so gut wie möglich vorzubereiten und mir die Chance auf den Sieg zu erarbeiten. Ich will mich gegen Ben unbedingt revanchieren. Das letzte Match war sehr hart. Ich werde versuchen, in einigen Situationen etwas anders zu machen – vor allem in den entscheidenden Momenten, in denen ich beim letzten Mal wahrscheinlich nicht gut gespielt habe. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es für mich ein großartiges Match wird – zum Anschauen, zum Spielen und natürlich auch als wichtige Gelegenheit, etwas zu lernen.“
Carlitos steht damit erstmals in seiner Karriere im Finale von Paris – bei diesem Turnier hatte er vor dieser Ausgabe bislang nie besonders überzeugt. Nun bleibt abzuwarten, ob er daraus zusätzliches Selbstvertrauen für die ATP Finals schöpfen kann.