Zurück
Eintracht Frankfurt hat sich in letzter Sekunde in Unterzahl einen Punkt in Paderborn erkämpft. Torhüter Noah Atubolu war Assistgeber.
Paderborn – Es war die letzte Aktion der Partie zwischen dem SC Paderborn und Eintracht Frankfurt: Fares Chaibi führte die sechste Ecke für die Hessen aus. In der Mitte tauchte plötzlich Noah Atubolu auf. Der Frankfurter Torhüter flog heran und setzte sich per Kopf im Strafraum durch. Der Ball landete bei Jonathan Burkardt, der in letzter Sekunde mit einem kraftvollen Hackentreffer zum 2:2 ausglich und seiner Mannschaft einen Punkt sicherte.
Die Eintracht war zu diesem Zeitpunkt bereits in Unterzahl, nachdem Elias Baum in der 75. Minute die Ampelkarte gesehen hatte. Kapitän Robin Koch agierte in der Schlussphase als Mittelstürmer und erlebte den Ausgleich aus nächster Nähe. „Ich habe Atubolu einfliegen sehen. Unser Trainer hat gesagt, dass er gar nicht nach vorn sollte. Es war Christian Peintinger, der gesagt hat: ‚Lass ihn nach vorn, es ist ohnehin die letzte Aktion.‘“
Es war also die Idee des Co-Trainers, der sich gegen die ursprüngliche Einschätzung seines Chefs Adi Hütter durchsetzte. Der Österreicher bestätigte: „Das stimmt. Ich habe nicht den Anlass gesehen, dass Atubolu nach vorn gehen soll. Wir waren schon einen Spieler weniger. Es war Peintis Idee. Sie war schlussendlich richtig.“ Die Erleichterung über den späten Ausgleich war entsprechend groß. Sportdirektor Timmo Hardung bezeichnete den Treffer als „sehr kurios, aber trotzdem wichtig“.
Seien Sie näher an der Eintracht dran als je zuvor! Unser SGE-Newsletter versorgt Sie mit den wichtigsten News, liefert Ihnen Videos, Reportagen und exklusive Interviews direkt und ganz bequem in Ihr Postfach.
Jetzt den kostenlosen Newsletter abonnieren und Teil der SGE-Community werden. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden!
Sind Sie dabei?
Atubolu selbst strahlte nach seinem ungewöhnlichen Ausflug in den gegnerischen Strafraum. „Der Cheftrainer wollte nicht, dass ich nach vorn gehe. Aber der Co-Trainer hat sich dann durchgesetzt. Ich bin dann einfach nach vorn gegangen. Und dann kam der Ball zu mir. Ich habe mir dann auch die Schulter angeköpft. Aber Hauptsache, der Ball landete bei Jonny. Er konnte ihn dann reinmachen.“
Angesichts des Spielverlaufs nahmen die Frankfurter den Punkt gerne mit. Es war im vierten Anlauf in Paderborn der erste Zähler für die Eintracht. Die Hessen bewiesen trotz Unterzahl Moral und glaubten bis zur letzten Sekunde an ihre Chance. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen: Nach dem großen Umbruch im Sommer sind zwölf Punkte aus neun Partien zwar noch kein Grund für Euphorie. Auf diesem Zwischenergebnis lässt sich allerdings aufbauen.