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Neuer Trainer von Sinner hat bereits klares Ziel – er führte bereits anderen Tennis-Star zum Titel
Jannik Sinner geht als Wimbledon-Sieger vom Platz.
Jannik Sinner hat einen neuen Trainer. © IMAGO/Schreyer

Magnus Norman verstärkt das Team von Jannik Sinner. Der erfahrene Trainer soll den Südtiroler zum ersehnten Grand-Slam-Titel führen.

Magnus Norman kommt mit einer wichtigen Aufgabe in Sinners Team: Er soll seinen Schützling zum Titel bei den French Open führen – ein Kunststück, das ihm als Trainer bereits gelang. Für Jannik hätte dieser Erfolg eine doppelte Bedeutung: Er würde damit seinen Karriere-Grand-Slam vervollständigen, den Carlos Alcaraz zu Jahresbeginn 2026 in Australien geschafft hat und den der Südtiroler im Frühjahr 2025 durch sein überraschendes Zweitrundenaus in Paris verpasste. Mit Italien verbindet Norman zwei der wichtigsten Erfolge seiner Spielerkarriere.

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Dieser Artikel von Federica Cocchi entstand in Kooperation mit Gazzetta dello Sport.

Davis-Cup-Sieg und Titel in Rom

1998 gehörte er zur schwedischen Mannschaft, die im Forum von Assago das Davis-Cup-Finale gegen Italien gewann. Zwei Jahre später besiegte er Gustavo Kuerten im Finale der Internazionali BNL d’Italia in Rom und holte damit den bedeutendsten seiner zwölf Einzeltitel. Wenige Wochen später erreichte er mit Platz zwei seine höchste Weltranglistenposition, bevor er im Finale der French Open gegen den Brasilianer verlor.

Erfolge auf Sand als Spieler und Trainer

Sand ist somit ein Belag, den Norman gut kennt. Schon als Spieler zeigte er dort Spitzenleistungen. Als Trainer bestätigte er diese Stärke, indem er Robin Söderling 2009 und 2010 in zwei aufeinanderfolgende Endspiele der French Open führte. Der Schwede verlor das erste gegen Roger Federer, hatte aber im Halbfinale Rafael Nadal ausgeschaltet und damit die Siegesserie des Spaniers in Paris beendet.

Drei Grand-Slam-Titel mit Wawrinka

Im folgenden Jahr erreichte Söderling erneut das Finale und unterlag Nadal. Norman ist jedoch vor allem mit Stan Wawrinka verbunden, mit dem er seit 2013 zusammenarbeitete. Gemeinsam gewannen sie drei Grand-Slam-Turniere – die Australian Open 2014 gegen Nadal sowie die French Open 2015 und die US Open 2016 gegen Novak Djokovic. Die drei Finalsiege gegen die jeweilige Nummer eins der Welt in der Ära der „Big Three“ belegen die Qualität seiner Trainerarbeit.

Methodisches Arbeiten seit der Jugend

Nach einer Pause kehrte Norman Ende 2022 an die Seite des Schweizers zurück, um ihn bis zum Ende seiner äußerst erfolgreichen Karriere zu begleiten. Neben Talent zeichnete ihn schon als Kind ein ausgeprägt methodisches Vorgehen aus: „Ich bin in einer sehr kleinen Stadt in Schweden aufgewachsen“, erzählte er, „deshalb hatte ich eigentlich keinen Trainer und trainierte allein. Mit zwölf Jahren führte ich Tagebücher darüber, was ich auf dem Platz machte, und ich habe mich schon immer sehr für die technischen und methodischen Aspekte des Trainings interessiert, auch während meiner Zeit als Spieler.“

Norman soll Vagnozzi ergänzen

Damit passt er bestens in ein Team, das seit jeher großen Wert auf konsequentes Arbeiten legt. Noch fehlt die offizielle Bestätigung seines Engagements, sei es durch eine schriftliche Mitteilung oder ein Foto in den sozialen Netzwerken. Sicher ist aber bereits, dass der Schwede an der Seite von Simone Vagnozzi arbeiten wird, der für die Taktik und Arbeit auf dem Platz zuständig ist.

Schon 2022 als Sinner-Trainer im Gespräch

Über einen Wechsel von Magnus Norman in Sinners Trainerteam wurde bereits 2022 gesprochen, nachdem dieser die Akademie von Riccardo Piatti verlassen hatte. Die Wahl fiel dann auf Darren Cahill, der vor Sinner bereits Lleyton Hewitt, anschließend Andre Agassi in dessen später Karrierephase und schließlich Simona Halep an die Spitze der Weltrangliste geführt hatte. Mit Halep verbindet ihn weiterhin ein sehr herzliches Verhältnis.

Cahill bleibt eine wichtige Bezugsperson

Ein solches Verhältnis wird der australische Trainer auch zu Sinner bewahren, der ihn stets als zweiten Vater bezeichnet hat – eine Bezugsperson, von der er sich viel zu früh lösen musste, um eine Karriere als dominierender Spieler aufzubauen. Cahill bleibt für den Südtiroler eine wichtige Orientierung, nachdem beide gemeinsam die schwierigen Monate der Dopingaffäre durchlebt haben, aus denen Sinner gestärkt hervorging. Nun geht es darum, sich weiterzuentwickeln und noch erfolgreicher zu werden.

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