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Die HSG Twistetal unterliegt bei der HSG Hungen/Lich 16:29 und bleibt nach vier Spielen sieglos. Trainer Wetekam sucht nach dem Grund für die vielen Fehler, die stets einen Einbruch auslösen.
Lich – Nichts Neues bei den Handballerinnen der HSG Twistetal: Auch das vierte Saisonspiel in der Regionalliga ging verloren – und das einmal mehr als deutlich. 16:29 (11:13) hieß es am Ende bei der HSG Hungen/Lich. Dabei traten erneut die Probleme auf, die sich bislang durch die ganze Saison ziehen.
„Eine Angriffsleistung mit 16 Toren ist einfach zu wenig“, musste Trainer Dirk Wetekam nicht lange nach den Ursachen suchen. Auch in Lich präsentierte sich die Offensive seines Teams weitgehend harmlos. 78 Tore haben seine Spielerinnen in den bisherigen vier Partien geworfen – viel zu wenig, um konkurrenzfähig zu sein.
Die Harmlosigkeit konnte auch eine lange Zeit starke Deckung nicht wettmachen. Gerade in den ersten Minuten ließ Twistetal den Gegner nicht ins Spiel kommen. Eine gute Torhüterin Louisa Schlömer war zudem Garant dafür, dass die Gastgeberinnen erst in der sechsten Minute den ersten Treffer erzielen konnten. Allerdings hatten auch die Gäste zu diesem Zeitpunkt erst zwei Treffer erzielt. Twistetal verpasste es einmal mehr, sich einen komfortablen Vorsprung zu erspielen. „Ähnlich wie in den anderen Spielen auch“, erkannte Wetekam Parallelen zu den bisherigen Auftritten.
Hungen erspielte sich in der Folge eine Führung, konnte sich aber nicht so recht absetzen. Twistetal kämpfte sich gestützt auf die Abwehr nach dem 6:11 (27.) bis zur Pause auf 11:13 heran. Und auch nach dem Seitenwechsel deutete zunächst wenig auf die am Ende hohe Niederlage hin. Nach dem 12:15 (41.) vergaben die Gäste mehrfach die Chance, den Rückstand zu verkürzen. Doch dann brach es über die Twistetalerinnen herein. Plötzlich schlichen sich einfache Fehler im Angriff ein, Hungen nutzte diese konsequent. Sechs Minuten brauchten die Gastgeberinnen, um einen 8:0-Lauf zum 23:15 hinzulegen. „Woher diese vielen Fehler kommen, weiß ich auch nicht“, sagte Wetekam, der in den letzten Minuten allen Spielerinnen Einsatzzeiten gab und damit die erneute hohe Niederlage auf seine Kappe nahm. „Wir müssen auch an die kommenden Spiele denken. Es geht darum, die Spielerinnen zu entwickeln.“
„Wir sind in einer Negativspirale“, hat der Twistetaler Coach erkannt. „Wir brauchen ein Erfolgserlebnis.“ Die nächste Chance dafür bietet sich am Samstag gegen den TV Hüttenberg, der mit 2:6 Punkten ebenfalls im Tabellenkeller steht.