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Wer wird Gegenkandidat zum amtierenden Fifa-Präsidenten Gianni Infantino? Wie der TV-Sender Sky berichtet, könnte England-Legende David Beckham ein potenzieller Kandidat sein.
Der heute 51-Jährige ist Mitbesitzer sowie Präsident des US-amerikanischen Fußballklubs Inter Miami und hat in der Vergangenheit internationale Stars wie Lionel Messi in die Major League Soccer geholt. Mit seiner globalen Strahlkraft, seiner Popularität und seinem politischen Einfluss gilt Beckham als mögliche Schlüsselperson, um die Fifa-Spitze zu entkernen.
Infantino plant, sich im März 2027 erneut zur Wahl zu stellen; besonders aus Europa häufen sich jedoch die Rufe nach einem Führungswechsel. Laut DFB-Präsident Bernd Neuendorf werde eine „geachtete und verbindende Persönlichkeit“ gesucht, die Reformen und Integrität fördere.
Beckhams Laufbahn und sein globales Netzwerk machen ihn zu einer symbolträchtigen Option. Als ehemaliger Star-Spieler von Manchester United, Real Madrid, des AC Milan, von Paris Saint-Germain und LA Galaxy sowie durch hochkarätigen Projekte als Klubbesitzer in den USA genießt er weltweites Ansehen. Plakativer: Beckham wurde vom Flankengott zum Fußballboss.
Der 115-malige Nationalspieler, inzwischen sogar zum Sir ernannt, äußerte bereits Kritik an der Fifa (die Korruptionsskandale bezeichnete er 2015 als „widerlich“) und könnte Reformen dank finanzieller Ressourcen sowie mit einem breiten Unterstützerteam auf den Weg bringen. Allerdings zeigte Beckham bislang keinerlei Absicht, als Fifa-Präsident zu kandidieren. Zumindest öffentlich.
Dabei fordert die Europäische Fußball-Union (Uefa) für den Posten des Präsidenten eine Führungspersönlichkeit mit visionärem Denken und Erfahrung.
Angesichts der Absagen potenzieller Anwärter wie Uefa-Chef Aleksander Ceferin oder PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi bleiben – neben der theoretischen Variante Beckham – offenbar nur zwei Namen übrig. Arsène Wenger, früher Arsenal-Trainer, heute Fifa-Direktor, also Infantinos eigener Mann. Und Michele Kang, milliardenschwere Investorin im Frauenfußball.
Infantinos Unterstützer haben in Afrika, Asien und Südamerika eine starke Basis. Um gegen den Amtsinhaber anzutreten, bräuchte Beckham – so er wollte – neben einer strategisch schlagkräftigen Kampagne auch Verbündete innerhalb der Verbände.
Dabei drängt die Zeit: Die Frist für die Einreichung eines Gegenkandidaten endet am 18. November, was den Druck auf die Anti-Infantino-Allianz erhöht.